Nein zur Milchkuh Initiative, da der private Motorfahrzeugverkehr bei der Strasseninfrastrukturrechnung und bei der Vollkostenrechnung nicht alles bezahlt.

Finanzflussrechnung Strasseninfrastruktur 2012 zeigt folgende Ergebnisse: Bund + 1807, Kantone +675, Gemeinden - 2632 Mio. Franken. Also sind schon die Infrastrukturkosten nicht vollständig gedeckt.

Daneben gibt es auch noch indirekte Kosten, die durch den privaten Strassenverkehr verursacht werden
(ungedeckte Unfallkosten, Gesundheitskosen, Umweltkosten). In der gleichen Publikation vom Bundesamt für Statistik steht auch, dass 13% der Kosten des privaten motorisierten Strassenverkehr (ca. 5.4 Milliarden Fr.) von der öffentlichen Hand übernommen werden.

Daher ist es legitim, dass ein Teil der Einnahmen aus dem Strassenverkehr der Allgemeinheit zu gute kommt. Bei einer Vollkostenrechnung wird ja nicht alles durch den privaten motorisierten Strassenverkehr finanziert. Es ist wie bei der Landwirtschaft: Die "Milchkuh" wird auch hier subventioniert.

Jeder Franken, der von der Allgemeinheit in den öV gesteckt wird entlastet die Strassenrechnung. Hunderte von Fahrgästen pro Stunde zwischen Bern und Zürich zusätzlich auf der Autobahn! Also sollten die Automobilisten froh sein, dass in den öffentlichen Verkehr investiert wird. Denn so gibt's Platz auf der Strasse ohne grosse Infrastrukturkosten.

Übrigens, wo käme der Staat hin, wenn alle Steuern und Abgaben zweckgebunden wären (Alkoholsteuer, Tabaksteuer, Hundetaxe....)

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