Ein JA zur Abschaffung des «Tanzverbotes» im Aargau streicht ein unnötiges Gesetz und schenkt den Einwohnern und Einwohnerinnen des Aargau ein Stück Freiheit.

Mit einem Ja zur aargauischen Volksinititative wird das letzte Überbleibsel des ehemaligen Tanzverbotes gestrichen und die Gastro-Öffnungszeiten an hohen religiösen Feiertagen normalisiert. Im Moment gilt, dass Gastrobetriebe an hohen religiösen Feiertagen – und unsinnigerweise am Folgetag – um 00.15 Uhr zu schliessen sind.

Gerade an verlängerten Wochenenden wie Pfingsten ist dies ein wiederkehrendes Ärgernis für Wirte und Wirtinnen sowie Gäste von Gastro- und Tanzbetrieben. Die Initianten und das breite Abstimmungskomitee aus Jung- und Altparteien halten diese Regelung für eine nicht mehr zeitgemässe Bevormundung der Bevölkerung.

Normale Öffnungszeiten stören weder den religiösen Feiertag noch religiöse Gefühle. Der Feiertag wird sowieso meist tagsüber begangen, also lange nachdem in Pubs und Discos Ruhe eingekehrt ist. Der Aargau ist einer der wenigen Restkantone, in denen eine solche Regelung überdauert hat.

Deshalb weichen Ausgangswillige an Feiertagen in unsere Nachbarkantone aus. Der Standort Aargau hat das Nachsehen. Betreiber von Tanzbetrieben können hier aus zeitlichen Gründen gar nicht öffnen. Man kann also mit Fug und Recht von einem faktischen Tanzverbot sprechen.

Es gäbe ferner für unsere Gesetzeshüter wichtigere Aufgaben als die kantonsweite Durchsetzung einer veralteten Regelung. Wirten und Wirtinnen ist es bei einem Ja zur Initiative weiterhin selbst überlassen, früher zu schliessen oder gar nicht zu öffnen. Mit einem Ja zur Initiative gewinnt der Aargau ein Stück Freiheit und Lebensqualität.

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