Putin treibt den Westen vor sich her. Frau Merkel ist - vor allem - die Getriebene.

Putin treibt den „Wes­ten“ vor sich her

Putin agiert vor allem gegen das von Bundeskanzlerin Merkel geführte Deutschland – mit Erfolg.

Die Russlanddeutschen, die seit 20 Jahren in Deutschland leben sind nicht integriert: Sie haben sich, wie andere fremde Völker, so die Türken, in Deutschland in jeder Hinsicht gut eingerichtet. Sie sind aber in ihrem Herzen Russen geblieben, wie die Türken Türken sind – auch dann, wenn sie einen deutschen Pass haben (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Hält das Asylchaos weiter an, strömen 2016 nochmals Hunderttausende Flüchtlinge und „Flüchtlinge“ nach Deutschland, so wird das Agitationspotential exponentiell anwachsen. Der Vorsitzende der Innenministerkonferen​​​z, Saarlands Innenminister Klaus Bouillon (CDU) warnt vor Unruhen und sozialem Unfrieden wegen der Flüchtlingskrise. „Wenn jetzt unkontrolliert[?] noch mehr kommen, dann sehe ich den inneren Frieden in unserem Land wirklich in Gefahr.“

Putin agiert gegen die Merkel-Regierung nicht nur direkt in Deutschland. Mit großem Erfolg tut er das auch in Nahost: Er ist der einzige, der nicht in Nahost zu Hause ist, aber in dieser Region mit grosser Wirkung agiert. Er ist daran, Saudi-Arabien auszuschalten, die andere Regionalmacht, den Iran, an die Macht zu bringen. Alle anderen, wie Merkel und Hollande reden nur und beobachten oder bombardieren den IS, das ist ihm nur recht. Putin sichert so für sein Land militärische Stützpunkte am Mittelmeer, die, in Verbindung mit denjenigen auf der Krim Russland große Einfluss- und Handlungsmöglichkeite​​​n im Mittelmeerraum, dem Suezkanal und darüber hinaus sichern.

Vor allem aber: Neben den innerdeutschen Querelen (Asylgesetz 2), der Disharmonie in der EU, ja dem Auseinanderdriften der EU-Staaten in Ost und West sägt Putin effektvoll am Merkel’schen Stuhl.

Denn: Ihr Plan ‚A‘ (EU-/“Europäische“-Lö​​​sung des Flüchtlingsproblems),​​​ dessen Realisierung sowieso schon sehr fraglich geworden ist, wird endgültig scheitern. Die Türkei wird einerseits an der Grenze von weiteren zehntausenden, wenn nicht bald hunderttausenden Flüchtlingen bedrängt; die EU anderseits will die Türkei zwingen, diese Menschen ins Land zu lassen und verärgert die türkische Führung noch mehr als diese es schon ist, da die EU die versprochenen Milliarden immer noch nicht bezahlt hat. Es wird in Brüsseler-EU-Kreisen berichtet: Erdoğan habe wörtlich erklärt: "Wir können die Tore nach Griechenland und Bulgarien jederzeit öffnen und die Flüchtlinge in Busse setzen.“ Diese Flüchtlinge würden nach Deutschland weitergeleitet. Sie werden auch nach Almanya kommen: "Merkel hat uns eingeladen" (O-Ton eines Syrers in der Schreckensnacht von Köln) - von da kommen sie dann zu Frau Sommaruga in die Schweiz.

Der französische Ministerpräsident Manuel Valls hat eben am 13.02.2016 ("SRF"-Tagesschau) der Merkel'schen Quoten-Verteilung der Flüchtlinge eine deutliche Absage erteilt. Das hat er sicher mit dem Segen von Francois Hollande - der Merkel das Händchen hält, wenn es ihm passt - getan: Vive la France! Nur Frau Sommaruga hält stur an diesem Gedanken fest. Frau Sommaruga kann da gar nichts ausrichten im EU-Konzert der Merkel-Gegner, aber sie fügt unserem Land Schaden zu.

Die USA fallen als Hauptspieler in diesem Machtpoker jetzt und bis auf weiteres aus: Bei den Primärwahlen schwingen die Kandidaten obenauf, die sich gegen das Establishment der beiden großen Parteien stellen. Sanders, der Hillary Clinton geschlagen hat triumphiert: "Wir haben eine Botschaft gesandt, deren Echo von Washington bis zur Wall Street zu hören sein wird, von Maine bis nach Kalifornien. Und sie heißt: „Die Regierung unseres Landes gehört allen Menschen, und nicht nur einer Handvoll Superreichen." Diese Botschaft geistert in modifiziertem Sinne – Élité – auch durch die EU.

Fazit:
Die von Frau Merkel geführte EU, wird, völlig auf sich allein gestellt nachgeben müssen, wenn sie die Zeit dazu noch hat: Die Ukraine ist und bleibt ein Milliarden-Korruption​​​ssumpf für EU-Hilfsgelder. Die Krim ist Russland zu überlassen, die Sanktionen sind aufzuheben. Bei solchen Angeboten lässt Herr Putin mit sich reden

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