CVP oder Fortschritt?

Homosexualität ist zum Glück längst kein Tabu Thema mehr. Obwohl mehrheitlich auf der Welt Homosexualität nicht mehr mit dem Tode bestraft wird, ist es doch immer noch bei vielen ein Dorn im Auge oder etwas unnatürliches.

Homosexuelle werden leider immer noch viel zu häufig diskriminiert. Das muss nicht einmal direkt sichtbar sein mit Äusserungen wie z.B. du Schwuchtel, du Homo...Die Gesellschaft treibt es soweit, das sich etwa jeder 5. Minderjährige homosexuelle sich das Leben nimmt, da diese Personen mit der Situation nicht klarkommen. Das liegt nicht (wie teilweise angenommen) an der Sexualität an sich, sondern lediglich an dessen Akzeptanz. Niemand sucht sich die Sexualität aus, nur wie man damit Umgeht ist verschieden.

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass jeder Mensch vor dem Gesetz gleich ist, trotzdem sieht es in der Praxis anders aus. Warum muss man so etwas wie die "Homo-Ehe" überhaupt noch diskutieren. Der Staat sollte doch von der Kirche getrennt sein, und damit auch die Definition Ehe. Die Kirche soll den Glauben vermitteln, nicht die Gesetze. Ausserdem gibt es auch in der evangelischen Kirche zahlreiche Anhänger der Adoption und Ehe für homosexuelle.

Es gibt leider viele Leute, besonders aus der SVP und EDU welche das Gefühl haben Homosexuelle seinen "selber Schuld" das sie diskriminiert werden, oder „Die sollen sich nicht immer so in der Opfer-Rolle sehen“. Also wenn man nur schon von Gesetzes wegen nicht die gleichen Rechte hat wie z.B. Ehe, Adoption, Blutspende-verbot etc. (früher sogar noch als Militäruntauglich erklärt) frage ich mich ob diese Leute so blöd sind oder einfach nur gerne provozieren. Selbst wenn man nichts mit Homosexualität zu tun haben will, ist es eine Frechheit zu sagen was sie dürfen und was nicht.

Die CVP-Initiative steht an, die ja ausdrücklich die Ehe für homosexuelle per Definition verbietet. Sie ist aus diesem Grund abzulehnen, um diesen herben Rückschritt zu verhindern.

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