Zweite Gotthard-Röhre: Lassen Sie sich nicht für blöd verkaufen. Mehr Strassen bedeuten mehr EU-Lastwagen in den Alkpen und damit einen Verfassungsbruch

Die zweite Gott­har­dröhre ver­stösst gegen die Verfassung, sagt der ehe­ma­lige Ver­kehrs­mi­nis­ter Mo­ritz Leu­en­ber­ger, und er hat recht da­mit. Die Be­für­wor­ter be­teu­ern zwar, dass die zu­sätz­li­chen Spu­ren nicht be­fah­ren wür­den, aber daran glaubt nicht mal die Um­welt­mi­nis­te­rin​​ sel­ber. Und auch sonst neh­men es die Be­für­wor­ter der zwei­ten Röhre mit der Wahr­heit nicht so ge­nau.

Dass das Tessin ohne zweite Röhre vom Rest der Schweiz abgeschnitten wäre, ist eine dreiste Lüge. Über die Passstrassen und mit der SBB ist das Tessin nach wie vor erreichbar.

Die Sicherheits-Argumente​​ sind nur vorgeschoben. Das Strassensicherheits-P​​rogramm Via sicura wurde von den Tunnelbefürwortern grossmehrheitlich abgelehnt.

Warum dieser Aufwand? „Cui bono?“ würde Cicero fragen. Wem nützt es? Es geht um finanzielle Interessen. Die Lastwagenlobby wünscht sich, dass viel mehr EU-Lastwagen durch die Alpen fahren

Und auch die Baulobby profitiert vom Bau einer zweiten Röhre. Die Mehrheit im Befürworter-Komitee hat denn auch Mandate von Baufirmen. Die Firma von Ständerat Filippo Lombardi hat sogar schon einen Auftrag für die zweite Röhre erhalten.

Die zweite Gotthardröhre ist unnötig, teuer und verfassungswidrig. Lassen sich nicht für blöd verkaufen und stimmen Sie NEIN.

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