Eine Wirtschaftselite kontrolliere die Schweiz, schreibt Einer, der es zumindest besser weiss als ich. Und schon wird er zerpflückt, wie damals Wachmann Meili.

'Die Schweiz im Herbst' heisst das neuste Buch des PR-Beraters Klaus J. Stöhlker. Die 'alte' Schweiz sei in den letzten Jahrzehnten 'systematisch zerstört' worden. Es sei 'ein neuer Superstaat im Entstehen, wo Konzerne und Pauschalbesteuerte wie im Paradies leben, während das Schweizer Volk von einer wachsenden Steuer- und Abgabelast erdrückt wird', heisst es auf dem Buchumschlag.

http://www.infosperber.ch/Artikel/Gesellschaft/Stohlker-Eine-Wirtschaftselite-kontrolliert-die-Schweiz

Eigentlich ja nichts Neues, spätestens doch, als irgend ein Herr DePuri, oder wie immer er hiess, damals die BBC zu demontieren begann, und gleichen Zug die halbe Schweizer Industrie damit begann, sich ausländische Eigner reinzuziehen, wussten doch Alle, dass sich irgendwas bewegte, und unsere eigenen Reichen, wie auch die Banken, sich ihre Kohle lieber mit 15+ Prozent verzinsen liessen, im Ausland natürlich, als hier noch Kredite an Kleinunternehmer zu vergeben, die, aufgrund der zunehmenden Internationalität, nur noch Risiken bargen.

Aber wir hatten ja andere Probleme. Sicherheit und Gesundheit, Pension und AHV, mehr Ferien, bezahlten Mutter/Vater Kinderurlaub, Gleichstellung, vor Allem, und möglichst viele öffentlich/rechtlich verwaltete Kinderhorts, und Heime aller Art, um all die Kleinen zu behüten, damit ihre Mütter zum Discount-Preis den Grossverteilern ermöglichen konnte, bald auch noch über Weihnacht und Neujahr 20 Stunden am Tag offen zu haben.

Aber jetzt bin ich wenigstens nicht mehr fast ganz allein, und wenn Herr Stöhlker so etwas schreibt, nimmt man es hoffentlich zumindest etwas ernster, als wenn nur ich den Leuten gelegentlich den Spiegel etwas vorzuhalten versuche. Um dann nur als alter und durchgefrusteter Sack beschimpft zu werden, der wohl irgendwann irgendwas verpasst zu haben scheint.

Hasta la Vista, Baby! Auch wenn es doch längst schon zu spät ist, um noch zu glauben, man könne sich dann schon irgendwie damit arrangieren, ohne dass es Jemanden auch nur irgend etwas kosten würde.

Das Gegenteil ist nämlich der Fall, jeder verlorene Tag kostet uns nur noch mehr. Vor Allem, wenn man glaubt, so weiterkutschieren zu können, wie bisher.

Nur, treffen wird es ja auch nur Die, die an das Gute und Nette im Menschen glauben, und deren einziger Feind doch der wohl einzige Milliardär im Land ist, der nicht nur an sich selber dachte und denkt.

Ausser vielleicht noch der Donald Trump, und ein paar andere 'fucking Rassists', um es im beliebten Slogan der grün-jungen Rot-Ohren-Generationen zu sagen.

Meine ich wenigstens.

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