Budgetdebatte Nationalrat - Unsere Landwirtschaft hat ihre Subventionen verdient

„Schweizer Fleisch – alles andere ist Beilage!“ –

Unsere schweizerische Landwirtschaft ist einmalig

Nationalrat vom 03.12.2015:
Link: http://www.srf.ch/play/tv/tagesschau/video/nationalrat-beraet-sparbudget-2016?id=363cd226-fe81-4ec8-ae5a-2b1c99789b3b .
„Was haben Sie denn geglaubt, wenn Sie Parteien wählen, die seit 10 Jahren landauf landab erklären der Bund müsste sein Budget kürzen, die überall die Beträge runterfahren überall weniger ausgeben, alle Staatssubventionen zurückfahren – ja dachten Sie im Ernst, das würde irgendeinmal nicht auch die Bauern treffen?“
SRF-Tagesschau vom Donnerstag, den 03.12.2015 19:30 Uhr.

Rhetorisch gut, Cédric Wermuth,
„Mitglied des Partito Democratico in Italien, des Verkehrs-Clubs der Schweiz, der Gewerkschaften VPOD und Unia sowie weiterer links-grüner Organisationen. Zwischen 2004 und 2008 vertrat er die SP in der Regierungsrätlichen Jugendkommission des Kantons Aargau. Er ist dem linken Flügel der Sozialdemokratie zuzuordnen. Cédric Wermuth ist in Bünzen und Boswil aufgewachsen, wo er die Primarschule besuchte. Danach war er Kantonsschüler in Wohlen. Heute lebt er in Baden. Er ist schweizerisch-italienischer Doppelbürger. Wermuth studiert Politikwissenschaft, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und Philosophie an der Universität Zürich. Von 2007 bis 2008 war er persönlicher Mitarbeiter des damaligen Nationalrats und heutigen Aargauer Regierungsrats Urs Hofmann. Seit 2009 arbeitet Wermuth in einem Teilpensum in der Kommunikationsabteilung von Solidar Suisse.“
(Quelle: Wikipedia“;
Link: https://de.wikipedia.org/wiki/C%C3%A9dric_Wermuth .

Dennoch, unsere Landwirtschaft muss weiterhin subventioniert werden,

denn
die Schweizerische Landwirtschaft

liefert tierische und pflanzliche Produkte, die in ihrer Qualität weit über dem der EU stehen,
sie pflegt ihre Tiere – vom Huhn bis zum Rind - in einer Weise, wie das in der EU in keinem Land der Fall ist,
sie leistet umweltschützerische Arbeiten,
sie berücksichtigt weitgehend die grünen Anliegen der Biodiversität.

Kurz und gut:

Unsere schweizerische Landwirtschaft ist einmalig.

„Ja, glauben Sie das im Ernst?“ – „JA!“

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ F.A.Z. berichtet am 18.06.2015 unter dem Titel:
„Neue Regeln -
Keine besonderen Schadstoffgrenzwerte für Biolebensmittel“

Link: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/neue-regeln-fuer-bio-lebensmittel-kein-pestizid-grenzwert-13650276.html .
Bildlegende: „Bei Biolebensmitteln gelten auch künftig keine schärferen Grenzwerte für Schadstoffe als in konventionellen Lebensmitteln.“
„Die europäischen Landwirtschaftsminister haben sich auf neue Regeln für Bio-Lebensmittel geeinigt. Anders als etwa in Belgien, soll es auch künftig keine speziellen Grenzwerte für Rückstände von Pestiziden in Bio-Lebensmitteln geben. Damit setzte sich die deutsche Position durch.“
[Wie beim Schutz der deutschen Automobilindustrie mit ihren Premiumwagen vor zeitgemässen Abgasnormen / Grenzen der Kohlendioxidemission - das Werk von Frau Merkel, deutsche Bundeskanzlerin. Dennoch die Betrügereien bei VW, Audi, Skoda usw.]

„Im wohl umstrittensten Punkt setzte sich die von Deutschland vertretene Linie durch. Demnach wird es auch künftig keine speziellen Grenzwerte für Rückstände von Pestiziden und anderen unerwünschten Stoffen in Bio-Lebensmitteln geben. Das heißt, dass hier weiterhin die für alle Lebensmittel - ob Bio oder nicht - geltenden Grenzwerte angelegt werden. Bio-Lebensmittel werden aber in dieser Hinsicht nicht strenger kontrolliert.“

Das betrifft nicht Deutschland allein – nein, das gilt EU-weit!

Weiter im Text – Sicht auf Deutschland:

Tierhaltung:
Schweiz: Gewerbliche Grossbetriebe gibt es weder in der Mast noch in der Milchviehhaltung.
Deutschland: Gewerbliche Grossbetriebe sind in der Mast wie in der Milchviehhaltung gang und gäbe.

Rindvieh:
Freilaufstall und die Anbindehaltung mit Auslauf oder Anbindehaltung mit Weidehaltung, sind bei uns Vorschrift. Das alles gibt es in Deutschland höchstens als Ausnahme.
In gewissen Regionen Bayerns, auch in solchen Hessens und evtl. auch anderswo dürfen Kühe / Rinder auf der Weide grasen; in Bayern werden auch Alpen bestossen, wie bei uns: Bayerische Kühe haben den niedrigsten Milchertrag von ganz Deutschland – aus „Die Zeit“.
Aber – die weitaus grösste Zahl aller deutschen Kühe steht das ganze Leben lang im Stall und produziert Milch.
Unsere Kühe haben einen deutlich geringeren Milchertrag als die deutschen Hochleistungskühe in der industriellen Produktion.
Verfüttert wird in Deutschland neben Gras vor allem Getreide / Mais (Der Magen der Rindviecher ist dafür gar nicht „eingerichtet“ – Gras besteht aus Cellulose, Getreide aus Stärke).

Ein Beispiel:
Link: Bitte nachstehenden Link nicht direkt anklicken - das klappt nicht; sondern kopieren und in Google-Suchfenster einsetzen und dann klicken, so klappts - danke.
https://www.landwirtschaft.sachsen.de/.../naoh_behandeltes_getreide.pdf
-> [PDF]Einsatz von NaOH behandeltem Getreide in der ...
"Einsatz von NaOH behandeltem Getreide in der Milchkuhfütterung ... Milchkühe bei Anbindehaltung einzeln gefüttert, dabei erhielten 4 Kühe die Sodagrain- und ..."
Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft
Fachbereich 6 Tierische Erzeugung Referat 62 Tierhaltung, Fütterung
04886 Köllitsch, Am Park 3
Internet: http://www.smul.sachsen.de/lfl
Bearbeiter: Dr. Joachim Alert, Brigitte Fröhlich
E-Mail: Joachim.Alert@smul.sachsen.de
Tel.: 034222 - 46-171 Fax: 034222 - 46-109
"Einsatz von NaOH [Natronlauge] behandeltem Getreide in der Milchkuhfütterung
Einleitung
"In der Milchkuhfütterung hat insbesondere bei der Herstellung von Mischrationen, der Einsatz von wirtschaftsei-enem Getreide zugenommen. Neben der Verabreichung von Mineralfutter ist es üblich, den hohen Natriumbedarf der Milchkühe durch zusätzliche Viehsalzgaben abzudecken. Aber auch andere Na-Quellen können dafür genutzt werden. Bekannt geworden ist der Natronlaugeeinsatz für den Strohaufschluss, der allerdings unter unseren Verhältnissen an Bedeutung verloren hat, da genügend preiswerte energiereiche Futtermittel angeboten werden. Heute gestatten Futtermischwagen mit entsprechenden Mischwannen die Zugabe von Natronlauge, so dass auch ganze Getreidekörner behandelt werden können, man spricht von "Sodagrain" (entwickelt von Prof. ØRSKOV, Ende der 70er Jahre in Schottland). Die notwendigen Natronlaugemengen belaufen sich für Weizen auf 2,5 - 3,0 %, für Gerste auf 3,5 und für Hafer auf 4,0 %. Bewährt hat sich die Vermischung von Natronlaugeperlen mit dem Getreide im Futtermischwagen (ca. 15 Min.) und die anschließende Zugabe von ca. 25 % Wasser bei ständigem Mischen. Dabei erwärmt sich das Getreide und muss vor der Verfütterung mindestens 2, besser 8 bis 10 Tage lagern. Bei einem Trockenmassegehalt des Getreides von 86 - 88 % hat das Endprodukt einen Trockenmassegehalt von ca. 70 % und einen pH-Wert von 10,5 - 11,5. In einigen Betrieben wird Getreide im Gemisch mit anderen Futtermitteln z. B. Rapssaat oder Ackerbohnen derartig mit Natronlauge behandelt und in einer Totalen - Misch - Ration an Milchkühe verfüttert. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt im Wegfall des Getreideschrotens; denn die Zellwände werden aufgeschlossen, so dass die gequollene Stärke voll-ständig verdaut werden kann. Allerdings ist der Umfang des Stärkeabbaus im Pansen deutlich reduziert, d. h. es entstehen weniger Fermentationsverluste, so dass im Dünndarm mehr Glucose bereitgestellt wird, ein Effekt, der von der Maisstärke bekannt ist. Der pH-Wert im Pansensaft fällt weniger stark ab als bei Verfütterung von Getreideschrot. Beim Vermischen von "Sodagrain" mit sehr sauren Silagen kann teilweise eine Neutralisation stattfinden, wodurch die Futteraufnahme begünstigt wird."

„Verdener Nachrichten“, vom 18.07.2014:
„Erweiterung der Milchviehanlage in Felde - Kritik an geplantem Kuhstall mit 1400 Plätzen“,
von Elisabeth Hintze.
„Anfang Juli ist in Riede-Felde eine Milchviehanlage mit 800 Plätzen eröffnet worden. Die Bauherren haben einen Antrag für eine etwaige Erweiterung gestellt. Demnach könnte der Betrieb auf 1400 Milchkühe ausgedehnt werden. Landwirtin Anja Clausjohannes-Vöge betont jedoch, dass dies „derzeit nicht vorgesehen“ sei.“
Link: http://www.weser-kurier.de/region/verdener-nachrichten_artikel,-Kritik-an-geplantem-Kuhstall-mit-1400-Plaetzen-_arid,901299.html .

Schweine:
„Deutschlandradio Kultur“ vom 13.03.2014:
Länderreport / Archiv „Tierhaltung Schweineleben in Deutschland“,
von Christoph Richter, Henry Bernhard, Axel Flemming, Alexander Budde.
"28 Millionen Schweine werden in der Massen[industriellen]tierhaltung aufgezogen."
[vor allem in Niedersachsen und Schleswig-Holstein – es stinkt in den Dörfern, Jauche läuft über, starker Einsatz von Medikamenten und Hormonen.]
Das Foto ist aufschlussreich: Schmutzige Schweine auf Spaltböden
Legende: „Zu sehen sind „Schweine in einem Mastbetrieb“, (picture alliance / dpa / Foto: Carsten Rehder)
Link: http://www.deutschlandradiokultur.de/media/thumbs/e/eb929d84dafcbfe8e40ee9e9cad13ad3v1_max_635x476_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpg
"Schweinefleisch zu Discounterpreisen ist nur auf Kosten der Schweine produzierbar. Die Mehrheit der Schweine in Deutschland lebt mitunter gedrängt nebeneinander. In diesen Großställen sind Kontrollen oft unzureichend - und Insider packen nur selten aus."
Link: http://www.deutschlandradiokultur.de/tierhaltung-schweineleben-in-deutschland.1001.de.html?dram:article_id=279984 .

„NDR“ vom 08.08.2014 14:44 Uhr:
„Gutfleisch: Kritik an Schweinehaltung“,
von Carsten Janz, Constantin Gill, Stefan Eilts und Christian Schepsmeier.
"Ein verwesendes Schwein, das aufgedunsen im Gang eines Mastbetriebes liegt. Enge Ställe, in denen sich Schweine mit blutigen, verstümmelten Schwänzen drängen. Ein anderes Schwein liegt lethargisch am Boden. Seine Artgenossen fallen über das Tier her, knabbern seine Ohren an. Muttertiere, die in engen Kastenständen stehen und sich offenbar nicht einmal umdrehen können. Es sind Bilder, die nicht nur für Tierschützer schwer zu ertragen sind."
Link: http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Gutfleisch-Kritik-an-Schweinehaltung,gutfleisch126.html .

„NDR“ vom 06.01.2014:
„Schweinehaltung: Kritik an massivem Hormoneinsatz“
„In der konventionellen Sauenhaltung in Deutschland werden systematisch Hormone verabreicht, um die Wirtschaftlichkeit von Betrieben zu erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie, die dem NDR Fernsehen exklusiv vorliegt und die im Auftrag der Umweltschutzorganisation "Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland" (BUND) erstellt wurde. Der BUND kritisiert den Hormoneinsatz und warnt vor negativen Auswirkungen auf Tiere und Umwelt. Das Umweltbundesamt in Dessau schließt auf Anfrage "negative Folgen für die Umwelt" nicht aus.
Der Studie zufolge bekommen Sauen Hormone, damit Betriebe die Abläufe im Stall von der Besamung bis zur Geburt der Ferkel besser planen können. Mit Hilfe der Medikamente wird der Sexualzyklus der Tiere so gesteuert, dass die Sauen nahezu gleichzeitig trächtig werden und schließlich ihre Ferkel parallel zur Welt bringen. Auf diese Weise können Betriebe Arbeitskräfte und somit Kosten sparen. Ein weiteres Ziel sei es, die Leistung der Sauen zu verbessern. Durch die Hormone sollten die Sauen mehr Eizellen entwickeln, die befruchtet werden können, um somit mehr Ferkel zu gebären.“
Link: http://www.ndr.de/der_ndr/presse/mitteilungen/pressemeldungndr13539.html .

Allerdings auch Kritik an den Verhältnissen in der Schweiz:
„NZZ“ vom: 22.08.2914 19:19 Uhr:

„Strengere Gesetze gefordert - Harte Kritik an Schweinehaltung“
Fotos und Videos zeigen eingepferchte und erkrankte Mastschweine.
Die betroffenen Ställe arbeiten aber weitgehend gesetzeskonform."
Link: http://www.nzz.ch/schweiz/harte-kritik-an-schweinehaltung-1.18368664 .
"Einer strengeren Reglementierung steht Huber vom Schweizerischen Tierschutz aufgrund des zu erwartenden Widerstandes der Landwirte skeptisch gegenüber.
«Die elegantere Variante wäre es, eine tiergerechte Haltung mit Direktzahlungen zu belohnen. Dafür müssten die finanziellen Mittel aber unbedingt aufgestockt werden», so Huber. Bisher stehen für ***Förderprogramme in der Tierhaltung* jährlich 200 Millionen Franken zu Verfügung."**

Hühner:
„In der Schweiz wurde die konventionelle Käfighaltung 1992 und in Deutschland 2009 verboten. Seit 1. Januar 2012 ist sie in der gesamten Europäischen Union verboten. Ab 2012 sind in der E