Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme der Schweiz sind nicht nur durch Innenpolitik und Abgrenzung lösbar.

Ich greife zwei allgemeine Grundprobleme heraus:

  1. Das Finanzsystem erledigt seine Aufgabe nicht mehr, der Realwirtschaft und damit den Leuten zu dienen.
  2. Geopolitische Entscheidungen in Verbindung mit national motivierten wirtschaftlichen Forderungen haben zur Destabilisierung von Krisenregionen (im mittleren Osten und Afrika) geführt, was die Demokratien und bisherige Rechtstaatlichkeit der Industrie- und Dienstleistungsstaaten gefährdet. (Anstieg von Personen, die aus ihren Heimatstaaten fliehen)

Vorschlag für eine Diskussion zu (1):

Steve Keen on BBC HARDtalk, 2011
(Steve Keen ist ein australischer Ökonom, der nicht dem Mainstream angehört und insbesondere die Ergebnisse Mikroökonomie, falls sie auf makroökonomische Fragen angewendet werden, kritisiert)

  • Restrukturierung der Finanzwirtschaft: Schuldenerlass (genauere Lokalisierung der Qualität des Schuldenerlasses: Siehe Video)
  • Verbindung zur Vollgeld-Initiative: Die Eigenschaft, dass die Vollgeld Initiative jegliches Geld bei der Erstemission durch die Realwirtschaft fliessen lässt, halte ich für eine Möglichkeit. Dadurch wäre die bisherige Machtlosigkeit der Nationalbanken, das erzeugte Buchgeld möglichst in die Realwirtschaft zu bekommen, aufgehoben. Ginge diese Idee auf, könnte das ein Signal an andere Staaten senden.
  • Ablehnung sogenannter Freihandelsverträge, welche die Ungleichheiten weiter zugunsten grosser Korporationen verändern, und ausserdem (gemäss Noam Chomsky) im Prinzip der Grund sind, weshalb wir heute eine sogenannte "Dritte Welt" überhaupt haben.

Den Versuch, sich von der Welt abzukapseln (MEI etc) erachte ich
angesichts der zwischenstaatlichen wirtschaftlichen Abhängigkeiten innerhalb Europas als hilflose Scheinlösung.

Wie lange noch kann es der Schweiz gutgehen, wenn die Wirtschaften Europas um uns herum stagnieren, teilweise in Richtung Rezession gehen und Europa - als Schlusslicht der grossen Wirtschaften - die Welt weiter in Richtung Deflation und damit in ein japanisches Szenario drängt?
Die Realwirtschaft der Schweiz befindet sich bereits in der Rezession (1 bis 2 Prozent vielleicht, für dieses Jahr, wobei dies meine eigene persönliche Erwartung ist, ausgehend von Beiträgen aus Herrn Daniel Lampart's Blog)

Die Schweiz könnte international wenigstens etwas aktiver vorgehen.

Vorschläge?

Na los, Politnetzer und Politnetzerinnen, zeigt was ihr drauf habt.

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