Souverän, kontrolliert und teamorientiert oder eben Bundesrätin Widmer-Schlumpf

Was Eveline Widmer-Schlumpf in den letzten acht Jahren geleistet hat – unter schwierigsten Umständen notabene – ist bemerkenswert und eindrücklich. Völlig unaufgeregt aber konsequent ist Bundesrätin Widmer-Schlumpf ihren Weg gegangen. Aus der eigenen Partei geschmissen, praktisch ohne eigene Hausmacht im National- und Ständerat und die gesamte Dauer von zwei Legislaturperioden angefeindet und von der SVP als Verräterin gebrandmarkt. Als Frau sowieso noch kritischer betrachtet, als dies beim anderen Geschlecht der Fall gewesen wäre. Als Mann kann ich dies - ohne gleich in die Feminismus-Ecke gestellt zu werden – schreiben und gut dazu stehen. Mit Eveline Widmer-Schlumpf verliert die Schweiz eine aufrechte und ehrliche bürgerliche Politikerin. Bundesrätin Widmer-Schlumpf hat das Chaos ihres Vorgängers im Finanzdepartement aufgeräumt und in den grössten Wirren der Finanzkrise und im Steuerstreit mit den USA und Europa politisch unaufgeregt und richtig gehandelt. Der oder die Nachfolgerin tritt definitiv in grosse Fuss-Stapfen.

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