Wider die Pole - Wider die Extreme Gesunder Menschenverstand ist gefragt für die Schweiz der Zukunft

Die einen prophezeien apokalyptische Zustände und spielen genüsslich mit der Angst der Menschen und lullen sie ein, nur durch sie sei Rettung denkbar. Sie pfeifen auf Menschenrechte und bilaterale Verträge und glauben an die Omnipotenz einer Schweiz als einsame Insel. Aus deren Sicht sind alle Sozialhilfebezüger und Flüchtlinge per se Schmarotzer und Betrüger. Die Anderen wiederum fordern immer noch mehr staatliche Regelungen und Unterstützung, wollen ein bedingungsloses Grundeinkommen und überschätzen die Aufnahmekapazität der Schweiz für Flüchtlinge.

Diese Extremansichten und Haltungen sind aus meiner Sicht falsch und führen ins Offside. Der Gedanke an mehr Politiker mit solchen Extrempositionen in unseren Räten macht mir Angst. Es macht mir Angst, dass immer mehr Schweizerinnen und Schweizer sich durch eine Hetze seitens SVP verrückt machen lassen und tatsächlich glauben, die SVP sei unsere Rettung und nur durch die SVP können wir unseren Wohlstand behalten. Ich habe Angst, dass genau das Gegenteil eintreffen wird… Je mehr wir uns abschotten, umso mehr laufen wir Gefahr, unseren Wohlstand auf’s Spiel zu setzen. Wenn wir uns selbst im Zivilschutzkeller einschliessen und den Schlüssel verschwinden lassen, dann geht es uns nicht mehr sehr lange wirklich gut.

Ich bin absolut der Meinung, dass wir unser Asylverfahren verschärfen und verkürzen müssen, dies ist ja auch entsprechend aufgegleist. Und es ist unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Umsetzung zukünftig konsequent erfolgt. Ich bin absolut der Meinung, dass wir sowohl von Sozialhilfebezügern wie auch von Flüchtlingen entsprechendes Verhalten einfordern können, ja müssen. Ich bin klar der Meinung, dass wir keine Schmarotzer schützen, hegen und pflegen müssen. Es geht aber gegen meine wertschätzende Grundhaltung gegenüber anderen Menschen, wenn grundsätzlich gegen Sozialhilfebezüger und Flüchtlinge gehetzt und eine Minderheit an Betrügern immer als Normalfall dargestellt werden.

Ja, und auch mir ist es alles andere als wohl ob der immensen Völkerwanderung und ja, wir müssen alles daran setzen, Hilfe vor Ort zu leisten im Verbund mit Europa, aber auch weiteren Ländern. Wir alle sind in der Pflicht, konstruktiv zusammen zu arbeiten angesichts der vielen bestehenden Krisenherde. Europa kann nicht alle Flüchtenden aufnehmen, daran besteht kein Zweifel. Und es besteht auch absolut kein Zweifel, dass uns diese Problematik noch länger beschäftigen und fordern wird. Aber Mauern hoch ziehen, war noch nie eine wirklich zielführende Lösung und Hetze zu betreiben noch weniger. Hetze schafft Missstände und stoppt diese nicht.

Wir müssen die Balance finden zwischen Extrempositionen, wir müssen den gut schweizerischen Kompromiss wieder salonfähig machen, dieser hat uns nämlich sehr weit gebracht und er wird zu Unrecht verpönt und belächelt. Wir müssen uns in der Mitte finden, wir brauchen mehr Mittepolitiker, um weiter zu kommen.
Diese Balance gilt in allen Bereichen zu erhalten oder zu erreichen. Wir brauchen Regeln, aber keine Überregulation, wir brauchen einen schlanken sozialen Staat, aber keinen Sozialstaat. Wir brauchen pragmatische Politiker und keine polemischen Hetzer.

Wählen Sie am 18.10.2015 die Mitte – wählen Sie die BDP – damit wir konstruktiv in die Zukunft gehen können. DANKE!

21 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Wahlen»

zurück zum Seitenanfang
  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production