Das Geldmonopol ist die Wurzel des Niedergangs unserer Gesellschaft

Die Geldmengenvermehrung – und somit die Inflation – „geschieht nicht einfach wie das Wetter, sondern sie wird betrieben. Unter der Ägide einer reinen Papierwährung sind die Betreiber:

  • Der Staat, der seine Haushaltsdefizite endlos ausdehnen und seine Verschuldung in astronomische Höhen treiben kann.
  • Die Zentralbanken, die den hierfür notwendigen Geldvermehrungsprozess einleiten und betreiben.
  • Das Bruchteilreserven-System der Geschäftsbanken, das in seiner Wirkung dazu führt, dass die Einlage eines Sparers sich zu einem Vielfachen des Betrages an Kreditgeld aufblähen kann.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass beispielsweise der Dollar seit Gründung der amerikanischen Zentralbank (FED) im Jahr 1913 über 95% seiner Kaufkraft verloren hat. Aber auch die angeblich so stabile D-Mark war bei ihrer Beerdigung durch den Euro gerade noch 5 Pfennige ihrer ursprünglichen Kaufkraft wert und der Euro hat seither über fünfzig Prozent seines Wertes verloren.

In den letzten dreissig Jahren hat sich das Gütervolumen der Industrieländer vervierfacht, das Geldvolumen hat sich aber gleichzeitig vervierzigfacht. Das „leichte Geld“ das von den Regierungen und ihren Zentralbanken unter dem Schutz des staatlichen Geldmonopols unbegrenzt herbeigezaubert wird, erzeugt eine krankhafte Reichtumsillusion, aus der es kein friedliches Erwachen mehr geben kann. Inmitten der Scheinfreiheit des Papiergeldreichtums nehmen auch die Folgegenerationen die wachsende Abhängigkeit vom Staat und das Dahinschwinden der persönlichen Freiheit umso bedenkenloser hin.

„Ganze Völker werden zu willigen Sklaven“, hat Alexis de Tocqueville schon vor 170 Jahren vorhergesehen. „ Über ihnen allen erhebt sich eine ungeheure Vormundschaftsgewalt, die sich allein damit befasst, ihre Annehmlichkeiten zu sichern und über ihr Ergehen zu wachen. Sie sorgt für ihre Sicherheit, sieht ihre Bedürfnisse voraus und sichert sie, fördert ihre Vergnügungen, führt ihre wichtigsten Angelegenheiten, leitet ihre Arbeit, regelt ihre Nachfolge verteilt ihre Erbschaften; könnte sie ihnen nicht völlig die Last zu denken und die Mühe zu leben abnehmen? Auf diese Weise macht sie mit jedem Tag den Gebrauch des freien Willens sinnloser und seltener, entzieht sie jedem Bürger Stück für Stück und schliesslich ganz die Verfügung über sich selbst.“

Mit der Abschaffung des Goldstandards und dem Siegeszug des beliebig vermehrbaren Papiergeldes wurde ganzen Völkern das charakterliche Rückgrat gebrochen. Das Gefühl für Autonomie und Eigenverantwortlichkeit, für den Stolz des freien Mannes, der niemandem zur Last fallen will, ist bestenfalls der Wertebeliebigkeit und schlimmstenfalls dem Wertenihilismus gewichen. Man taumelt von einem Vergnügen ins nächste, giert nur noch nach Lust und Spass und scheut sich zunehmend, die Kosten und Mühen der Aufzucht von Kindern auf sich zu nehmen.

Das übelste aller Vorbilder bei diesem Spiel ist der Monopolstaat selber. Verschwendungssucht und Aufschuldung, Raub und Abzocke (Steuern und Sozialabgaben genannt) sind bei ihm systemimmanent. Da die Bürger vom Staat ausgenommen werden wie eine Weihnachtsgans, ist es verständlich, dass sie nicht nein sagen, wenn dieser Staat ihnen finanzielle Mittel wie Kindergeld, Elterngeld usw. zuweist.

Leider geht damit aber sukzessive die Empfindung dafür verloren, welche Erniedrigung es bedeutet, zum Almosenempfänger gemacht zu werden, zum Unterstützungsbedürftigen auf Kosten anderer. Im Wohlfahrtsstaat wird das Denken der Menschen prinzipiell korrumpiert.

Wir müssen uns jetzt, sofort, gedanklich damit befassen um nach dem kommenden Ultracrash (der nicht mehr zu verhindern ist) bereit zu sein, ein Aufkommen eines neuen Systems unter den gleichen Vorzeichen nicht mehr zuzulassen, es zu verhindern!

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