Geldpolitik ohne Verluste ist möglich mit einem Staatsfonds

„Es gibt bei der SNB offenbar einen Interessenkonflikt zwischen dem Ziel der Preisstabilität und der Vermögensverwaltung. Und die SNB hat am 15. Januar 2015 jenen Entscheid getroffen, zu dem sie sich aus Angst vor Verlusten gezwungen fühlte. Eines der Probleme der SNB ist, dass ihre Profite teilweise an die Kantone ausgeschüttet werden. Damit wird das Problem ihrer Verluste automatisch hochpolitisch.
Was könnte man tun, damit sich Zentralbanken in der Ausübung der Geldpolitik nicht um Verluste und Volkszorn sorgen müssen? Man könnte die Aktiven aus der Zentralbank lösen und einer anderen Institution übergeben, etwa einem Staatsfonds, der sie verwaltet. Dann müsste sich die Zentralbank nicht mehr um Verluste kümmern. Das ist ein Weg, über den vor allem die SNB nachdenken sollte.“ (Interview der NWCH vom 3. Oktober 2015 mit Prof. Charles Wyplosz, Professor für International Economics am Graduate Institute an der Universität Genf)

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