Es braucht wieder mehr "C" in der Politik

Mein Beitrag in der Wahltribühne der Südostschweiz

Ja, ich bin jung und möchte in den Nationalrat. Und ja, ich möchte das für die Junge CVP. Im Rahmen meines Wahlkampfes bin ich viel auf der Strasse unterwegs und tausche mich mit Bürgerinnen und Bürgern aus. Momentan bestimmen aber zwei Themen die Diskussionen: Die Flüchtlingskrise und das «C» in unserem Parteinamen. Doch genau diese zwei Themen lassen sich im Moment gut kombinieren. Das «C» steht für eine christliche Wertehaltung und hat für mich nichts mit Religion zu tun. Ich verstehe darunter Solidarität, soziale Verantwortung, aber auch Wertschätzung gegenüber Mitmenschen. Wenn wir sehen, was aktuell in Europa geschieht, braucht es erst recht wieder mehr «C» in unserem Parlament. Wer die Schweiz abschotten will und meint, dass alleine mit mehr Grenzwächtern die Flüchtlingskrise gelöst sei, handelt naiv und entgegen der humanitären Traditionen der Schweiz. Es ist richtig, dass wir syrischen Familien Schutz bieten. Es ist aber genauso wichtig, dass wir diese Personen unterstützen, beschäftigen und in unseren Alltag integrieren. Der Integrationswille muss aber auch klar von den Flüchtlingen eingefordert werden. Wer nur hierher kommt, um von unserem Sozialsystem zu profitieren, ist fehl am Platz.

Neben der Flüchtlingskrise haben mich noch weitere Themen bewogen, politisch aktiv zu werden. Ich denke beispielsweise an die bevorstehende Rentenreform. Gerade für die jüngere Generation ist die zur Diskussion stehende Vorlage ein Hohn. Wir Jungen zahlen zwar fleissig ein, ob wir dann jemals noch etwas davon zurückerhalten, ist jedoch höchst fragwürdig. Die Junge CVP forderte die Entpolitisierung des Rentenalters. Doch leider wurden wir einmal mehr vom Bundesrat ignoriert. Ich hoffe, die jungen Wählerinnen und Wähler ignorieren dieses Problem nicht und wählen deshalb junge Kandidierende.

Ein weiteres Thema, welches mich beschäftigt, ist die fehlende Wertschätzung von ehrenamtlicher Tätigkeiten. Viele Personen engagieren sich beispielsweise freiwillig in Sportvereinen, doch diese Zahl sinkt seit Jahren. Freiwilligenarbeit belebt viele Dörfer und bietet gerade Jugendlichen ein sinnvollesFreizeitangebot. Leider haben aber die Politiker in Bern noch nicht begriffen, welchen Beitrag die Vereine für die Gesellschaft leisten. Der vorläufige Entscheid die J&S-Gelder zu kürzen, ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die unzählige Stunden unbezahlten Frondienst leisten. Das muss geändert werden und dafür setze ich mich ein.

Gemeinsam statt Einsam – für eine erfolgreiche Schweiz!

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