Atomwaffen vor der Haustür?!

Die USA sind bekanntlich eine Atommacht. Dass US-Raketen (aber auch Atomraketen etlicher anderer Atommächte) jeden Ort der Welt erreichen können, ist bekannt. Trotzdem müssen wir uns für in Deutschland (oder Italien) stationierte US-Atomraketen interessieren. Denn sie befinden sich sozusagen vor unserer Haustür. Und was haben US-Atomraketen vor unserer Haustür zu suchen? Hm?

Die Vorwarnzeit bei einem Angriff der USA mit in Nachbarstaaten stationierten Atomwaffen tendiert gegen Null. Deshalb muss es für die Schweizer Militärpolitik von grösster Bedeutung sein, was sie USA vor unserer Haustür treiben!

Warum sich die hauseigenen Armeeabschaffer und Kernkraftgegner nicht zu den US-Atomwaffen in Deutschland vernehmen lassen, sonst aber keine Gelegenheit auslassen, gegen die Schweizer Armee vorzugehen und den Atomausstieg zu fordern, wissen wohl nur sie selber.
Warum sich die schweizer Bürgerlichen dazu nicht äussern, scheint hingegen offenbar: man will sich mit Fragen und Kritik wohl nicht die guten Wirtschaftsbeziehungen mit den USA und damit handfeste Profite in die eigene Tasche verscherzen. Und einige werden ihre Jobs in US-Unternehmen oder deren Aufträge nicht aufs Spiel setzen wollen?

Nichtsdestotrotz ist höchste Achtsamkeit gefordert. Nicht nur remilitarisieren die USA Europa seit letztem Jahr massiv. Auch verfolgen sie offensichtliche machtpolitische Interessen in Europa, die sie mit an Russland adressiertem Säbelrasseln im Osten Europas unterstreichen. Auch entpuppt sich Brüssel immer wieder als willfährige Marionette Washingtons (Sanktionen gegen Russland auf Kosten europäischer Geringverdiener).

Die Schweiz muss sich wappnen gegen solche Unterjochungsversuche und Drohkulissen, die dereinst auch ihr gelten können!
Ein System zum Abschuss von Raketen ist unabdingbar. Die Schweiz muss ihre Defensivkapazität mit geeigneten Raketenabwehrsystemen aufrüsten. Um anliegende Atomraketen abzuschliessen. Und Sie muss aktiv gegen die Remilitarisierung Europas vorgehen, mit diplomatischem Druck, Protest und Demarchen.

Insbesondere auch persönliche Schikanen gegen Diplomaten, Politiker und vielleicht sogar Bürger der Urhebernationen dieses Militarismus auf europäischem Boden könnten sich als besonders effektiv erweisen. Gerade hier könnte Privatinitiative nützen: wenn alle Schweizerinnen und Schweizer in der Schweiz, ihrer Heimat, hier als Gäste anwesende Angehörige der für die europäische Remilitarisierung verantwortlichen Nationen zu diskriminieren und schikanieren beginnen, jeweils möglichst mit freundlichem Verweis auf die Nuklearwaffen, damit ein Lerneffekt (Konditionierung) greifen kann, ändert sich vielleicht auf demokratischem Weg, quasi "von unten" etwas in Richtung Frieden, wenn die Betroffenen darauf in ihrer Heimat (nukleare) Abrüstung in Europa propagieren?

Nein, stellen Sie sich die Sauerei vor, die es für die Schweiz bedeutet, wenn im Kriegsfall Deutschland und Italien wegen den dort stationierten US-Atomwaffen selber nuklear bombardiert werden! Die Amerikaner sollen ihren Atomschrott vor unserer Haustür einfach einpacken und bei sich aufbauen, aber nicht in Europa in unserer Umgebung. Die Atomarsenale von Frankreich und UK sind schon genug Zielscheiben in unserer Nähe, die in einem Krieg nuklear bombardiert werden könnten, was durch Fallout etc. dann auch eine Verseuchung der Schweiz bedeuten könnte. Nein Danke! Vielleicht sollte die Schweiz Atommächte ja ganz generell unfreundlicher anfassen und Druck aufsetzen, die Arsenale zu reduzieren?

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