Wie manchen Fall Flaach braucht es noch?

Nachdem bereits die Gerichtsverhandlung über Rolands Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung eine reine Farce war, setzt die Oberrichterin Christine Pfister Hadorn noch eins drauf. Obwohl Roland 30 Tage Frist hätte, um eine schriftliche Urteilsbegründung zu verlangen, wird auf seine Eingabe nach 14 Tagen nicht eingetreten. Die Begründung: er hätte eine 10 tägige Frist verpasst.
Der Entscheid stellt eine weitere massive Unrechtsprechung des Bernischen Obergerichts dar. Dahinter steckt offensichtlich nicht Unkenntnis sondern eiskalte Berechnung. Der Betroffe wird niemals die Kraft haben, sich gegen dieses Unrecht zu wehren. Er dürfte auch kein grosses Interesse haben, weil die Zwangsmassnahme ablaufen wird, bevor ein Bundesgerichtsentscheid zu seinen Gunsten frühestens erwartet werden könnte.
Die Obererrichterin darf sich also in ihrer Machtdemonstration sicher fühlen. Eine "Sicherheit", welche unseren Rechtsstaat massiv gefährdet. Richter, welche derart schlechte Charaktereigenschaften gegen wehrlose Menschen ausleben, sollten unbedingt ihres Amtes enthoben werden. Offensichtlich sind aber weder bei der Kesb noch beim Bernischen Obergericht gute Charaktereigenschaften erforderlich. Nicht dass ich Kesb-Mitarbeiter generell beschuldigen möchte. Bei der Kesb habe ich Leute kennen gelernt, welche sich für ihre Aufgabe absolut vorbildlich und mit viel Herzblut einsetzen. Der Umstand, dass die Kesb gleichzeitig eine Spielwiese für Menschen ist, die ihre persönliche Frustration auf Kosten schwacher Menschen ausleben, ist für mich alarmierend. Offensichtlich schützen die bestehenden Strukturen nicht die schwachen Menschen, sondern Machtmenschen, welche genüsslich über Leute bestimmen, die sich nicht gegen diese Willkür wehren können. Solches Unrecht führt logischerweise dazu, dass Betroffene in ihrer Verzweiflung Dinge tun können, die grossen Schaden anrichten. Wenn unser Staat derartigen Ereignissen vorbeugen will, braucht es nicht Hochsicherheitstechnik am Obergericht und bei der Kesb, sondern Menschen, die ihre Verantwortung auf seriöse Art wahrnehmen. Zu diesen gehört Christine Pfister Hadorn mit Sicherheit nicht!

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