"Me sött halt …"

Wie oft haben wir in den letzten Tagen Vorschläge für die aktuelle Flüchtlingstragödie mit dem Satz: "Me sött halt …" gehört? Brauchbare Lösungen sind dabei kaum herausgekommen. Zurück bleiben Ratlosigkeit, aber auch Unverständnis, dass es nicht gelingen soll, den skrupellosen Schleppern das Handwerk zu legen. Wird ein Tor geschlossen, finden Schlepper immer wieder neue, von ihnen vorgebahnte Wege. Die Ungarn kriminalisieren die Flüchtlinge, andere Staaten begünstigen die "Verschiebung" in ein anderes Land, deren Aufnahmekapazitäten bald einmal erschöpft sein werden. Und dann, wie weiter? Die Schweiz weist hier den richtigen Weg: Sie leistet Hilfe in den Flüchtlingslagern der umliegenden Staaten Syriens. Seit Ausbruch des Konflikts hat die Schweiz bereits 198 Millionen Franken für die Hilfe vor Ort ausgegeben. Hinzu kommen jetzt zusätzliche 70 Millionen Franken, welche der Bundesrat für diese Form der Hilfe sprechen will. Dahinter steht auch das Schweizervolk, welches vor wenigen Tagen im Rahmen der Glückskette für solche Einsätze nochmals 7,2 Millionen Franken gespendet hat. Das verstehe ich unter humanitär und respektvoll, statt die Flüchtlinge Menschenhändlern auszuliefern, welche aus der Not den grossen Profit ziehen und viele davon leichtfertig in den Tod schicken. Dieser Weg der Entschlossenheit muss Schule machen: Unbürokratische Soforthilfe vor Ort, Aufnahme für echte Flüchtlinge, aber auch beschleunigte Verfahren, wenn das Asylrecht missbraucht wird.

Charly Freitag, Kantonsrat & Nationalratskandidat FDP.Die Liberalen, Beromünster

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