Warum die Diskriminierung von Cannabis-Patienten weiter geht

Wer sich in der Schweiz mit Cannabis therapieren will, muss einen aufgeschlossenen Arzt finden und jede menge Geduld beweisen, um sich durch den bürokratische Dschungel zu kämpfen. Die Presse berichtete nun erneut in grossen Lettern, dass sich diese Thema bewege, nachdem die Motion 14.4164 "Cannabis für Schwerkranke“ vom Stände- und Nationalrat abgenickt wurde. (http://www.parlament.ch/d/suche/Seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20144164)

Was sich in der Presse gut liest ist jedoch für viele Patienten nichts anderes als ein weiterer Schlag ins Gesicht. Der eingereichte Text besagt nichts anderes als, dass noch eine Studie in Auftrag gegeben werden soll, welche untersucht, was bereits in vielen Ländern Usus ist und mit Erfolg angewendet wird. Von einer Vereinfachung der Praxis ist nicht die Rede und so werden sich auch in Zukunft Patienten erst auf einen bürokratischen Spiessrutenlaufen begeben müssen, bevor sie zu ihrem Präparat kommen. Ausserdem wird wiederum von „Schwerkranken“ gesprochen, was automatisch all jene ausschliesst, die beispielsweise an Schlaflosigkeit, Migräne etc. leiden und eine natürliche Alternative suchen.

Cannabis ist eine natürliche Pflanze, welche seit Jahrtausenden therapeutisch eingesetzt wird. Dies Patienten zu verwehren ist nichts anderes als pure Diskriminierung. Es besagt, dass den Patienten nicht zugestanden wird verantwortungsvoll mit dem Heilmittel umgehen zu können. Die Regelung, dass die Präparate nur als Magistralrezeptur hergestellte Cannabistinktur oder Medikament erhältlich sind, um den Verkauf als Rauschmittel zu verhindern, degradiert alle Patienten zu potentiellen Drogendealer.

Ein für Patienten würdiger Umgang mit Cannabis ist es wenn sie, auf ärztlichen Rat hin, frei entscheiden können, welche Präparate sie wie einsetzen.

(http://www.medcan.ch)

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