Selbstbedienungsladen Schweiz!?

Wer hat noch nicht wer will noch mehr?

Der Bezirk Küssnacht hat folgende Medienmitteilung erlassen:

„Wir sind uns der Bedeutung der Sprache als Basis einer erfolgreichen Integration bewusst. Wir engagieren uns seit Jahren in diesem Bereich und ein wichtiger Bestandteil dabei sind die Deutschkurse.“

So weit sind wir uns wohl alle einig.
Weshalb aber die Kosten dieser Deutschkurse, zur Hälfte die Schwyzer Steuerzahler tragen müssen, ist eine andere Sache.
Wer bei uns leben möchte, von dem darf man erwarten, dass er nur schon aus reinem Eigeninteresse unsere Sprache erlernen will.
Ohne das wir die Zuwanderer noch finanziell dafür entschädigen müssten.
Wenn ich jedenfalls irgendwohin auswandern würde, käme es mir nie in den Sinn, dass die dort einheimische Bevölkerung für die Kosten meiner Sprachdefizite aufkommen sollte.

Unser Staat verkommt immer mehr zum Selbstbedienungsladen.
Es wird viel zu viel gefördert und zu wenig gefordert.

Exemplarisch dafür ist auch das Verhalten unseres Bezirks, als es vor ein paar Wochen um die Schüler Lotsen ging. Man suchte händeringend nach Erwachsenen, welche mit 10.- Franken pro Einsatz entschädigt werden sollten.
Andererseits haben wir aber genügend Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und Asylanten im Bezirk, welche auf unsere Kosten morgens ausschlafen können.
Wieso werden diese Nettobezüger nicht vermehrt für jegliche Betriebs- und Instandhaltungstätigkeiten, wie etwa Lotsen- Dienste, Strassen fegen, oder allgemeine Bezirksinfrastruktur Arbeiten aufgeboten?
Die Antwort des Bezirks auf meine Anfrage war: „Es komme gelegentlich zu Einsätzen, von einer generellen, täglichen Meldepflicht (Morgenappell) halten wir nichts.“
Wieso denn nicht? Ist das etwa nicht zumutbar?
Wer eine plausible Begründung hat, wie zb. ein Arztzeugnis, oder eine allein erziehende Mutter mit Kleinkindern, kann selbstverständlich suspendiert werden.
Alle anderen sollten aber täglich zur Arbeit erscheinen wie sonst jeder berufstätige von uns auch.
Wer zu spät kommt oder sich verdrückt, dem sollen Kürzungen gemacht werden.
Keiner sollte Geld vom Staat erhalten fürs nichts tun.
Ein jeder kann und soll seinen Beitrag leisten und so etwas wie „unzumutbare Arbeiten“ gibt es nicht.

Oder ist etwa eine öffentliche Toilette Reinigen für eine Putzfrau in Ordnung, aber ein arbeitsloser Manager zu „fein“ dafür?

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