Islamismus und Terror-Rekrutierung auf unseren Strassen

«Ich bin hergekommen, um die Köpfe der Kufar (‹Ungläubigen›) abzuschlagen. Irgendwann sind wir in der Schweiz», droht gemäss Medienberichten der türkischstämmige Dschihadist A. A., der nach Syrien gereist ist. Er beteiligte sich zuvor in der Stadt Zürich aktiv an der «Lies!»-Koranverteilaktion.

Salafisten – also fundamentalistische Muslime – wollen mit der «Lies!»- Aktion in der Schweiz, Österreich und Deutschland 25 Millionen Korane verteilen. Die entsprechenden Schriften basieren auf einer radikalen Interpretation. Der deutsche Verfassungsschutz vermutet die Geldgeber in Saudi-Arabien oder Katar und ist alarmiert. Die Sicherheitsbehörden untersuchten die Biografien von 378 Islamisten. Dabei wurde festgesellt, dass jeder Fünfte, der in den Dschihad («Heiliger Krieg») reiste, anlässlich der «Lies!»-Koranverteilaktion radikalisiert wurde.

Der neue Faschismus
Die Salafisten sind auch in Zürich mit der «Lies!»-Aktion auf den Strassen. Manchmal sind sie mit mobilen Werbetafeln unterwegs, manchmal verteilen sie die Korane an einem Stand. Bewilligt jeweils durch die rot-grüne Stadt. Doch, was macht den Islamismus so gefährlich? Der politische Islam verbindet, wie der Begriff schon sagt, Politik mit der islamischen Religion. Diese Ideologie hat den Anspruch, das gesellschaftliche Leben bis ins kleinste Detail zu bestimmen. Dabei wird der Gefolgschaft eingeredet, bei absolutem Gehorsam reiner, besser, erhabener als die anderen Menschen zu sein. Die «Ungläubigen» (Kufar) seien dreckig, verdorben und kämen in die Hölle. Wer aber bedingungslos der islamistischen Ideologie folge, sei frei von Sünden und komme ins Paradies.

Beim Islamismus wird die absurde Übermensch-Theorie nicht biologisch, sondern «religiös» definiert. Die gewaltsame Ausbreitung des «Glaubens» wird im Dschihadismus dabei als religiöse Verpflichtung für jeden Muslim interpretiert. Der fanatische Irrglaube lässt durch den Allmachtsanspruch keine Diskussion, keine Abweichung und keine freie Meinung zu. Die Demokratie, die eine Reformation des Islams auslösen würde, sei ein «dekadentes Teufelswerkzeug» des Westens. Solche Islamisten sind lupenreine Faschisten. Der Islamismus ist der Faschismus des 21. Jahrhunderts.

Von Zürich in den «Heiligen Krieg»
Das Massenmorden der «Glaubenskrieger» im Nahen Osten oder in Teilen Afrikas ist zutiefst schockierend und unsäglich abstossend. Auch die vielen verübten Attentate im Westen zeigen den islamistischen Fanatismus blutig auf. Der mutmassliche Umstand, dass auf den Strassen von Zürich und anderswo in der Schweiz rekrutiert wird, darf nicht kaltlassen.

Die SVP reichte im Stadtzürcher Gemeinderat unter anderem durch Stephan Iten und Dr. Daniel Regli verschiedene politische Vorstösse ein, um das gesamte Thema näher zu beleuchten. Mit einer schriftlichen Anfrage wollten Roland Scheck und ich zudem erreichen, dass sich der rot-grüne Stadtrat mit der «Lies!»-Aktion auseinandersetzt und den Fokus auf die öffentliche Sicherheit lenken. Die linke Stadtregierung stellt dann auch fest, dass «mehrheitlich» Salafisten die Korane verteilen, um gleichzeitig zu schreiben: «In der Stadt Zürich ist es zu keinen Problemen im Umfeld mit den ‹Lies!›- Standaktionen gekommen. Ebenso wenig sind im Zusammenhang mit den Koranverteilaktionen Fälle von sogenanntem Anwerben oder einer Radikalisierung von Personen bekannt.» Wie eingangs erwähnt, wurde aber in einer Studie nachgewiesen, dass jeder fünfte Islamist, der von Deutschland in den «Heiligen Krieg» zog, durch die «Lies!»-Koranverteilaktion radikalisiert wurde. Warum soll das in Zürich anders sein? Die SP-dominierte Stadtregierung hat von dieser Untersuchung sowie dem örtlichen Islamismus Kenntnis.

Rot-grüner Persilschein für Islamisten
Unter dem Titel «Koranverteiler unterstützen den IS» berichtete unter anderem auch die «Weltwoche» über die undifferenzierte Antwort der Stadtregierung auf die schriftliche Anfrage der SVP. Kriegsreporter Kurt Pelda, der 2014 zum «Journalist des Jahres» gekürt wurde, schreibt: «Während die Stadt Zürich den Koranverteilern der Aktion ‹Lies!› einen Persilschein ausstellt, verbreiten die Aktivisten Propaganda für die Terroristen des Islamischen Staats (IS). Auf ein Winterthurer Postkonto kann man sogar Spenden für den IS überweisen.» Nur weil das islamistische Töten schlussendlich (noch) nicht in Zürich oder Winterthur ausgeführt wird, findet es dennoch statt. Niemand kann im Nachhinein behaupten, er habe davon nichts gewusst. Zu vernetzt ist die Welt. Das zeigt sich ja gerade daran, dass in Zürich radikalisiert wird und in Syrien dann von Islamisten mutmassliche Verbrechen gegen unschuldige Muslime, Christen und Atheisten begangen werden.

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