Ursache und Wirkung

Bevor man an ein Lösung der Asylproblematik herangeht muss man zuerst einmal die Ursachen für die vielen Flüchtlinge benennen und beseitigen. Erst dann kann die Asylproblematik gelöst werden. Alles andere ist nur Sisyphusarbeit. Es werden immer wieder Flüchtlinge kommen.

Ob es uns gefällt oder nicht, der Auslöser für das Chaos in Afrika und mittleren Osten sind wir, der so genannte Westen. Das begann damals als die Briten und Franzosen die ersten Kolonien gründeten und zieht sich bis heute durch. Ein konsequentes Versagen der westlichen Politik.

Ich will nur zwei der Punkte aufzählen, die meiner Ansicht nach, schon wesentlich dazu beitragen würden, dass nicht mehr so viele Afrikaner zu uns flüchten möchten.

  1. Agrarpolitik:

Die EU subventioniert Exporte von Agrarprodukten nach Afrika. Das hat zur Folge, dass europäische Produkte günstiger sind als einheimische, und das in auf einem Kontinent dessen Landwirtschaft ca. 85% des BIP ausmacht. Folglich verlieren viele Menschen ihre Arbeit da es sich schlicht nicht lohnt die eigenen Felder zu bewirtschaften.

Bei den Fischern sieht es auch verheerend aus. Europäische Fischer mit ihren schwimmenden Fischfabriken fischen vor der Küste Afrikas die Meere leer so, dass für die einheimischen Fischer nichts mehr übrig bleibt.

Würde der Westen einfach damit aufhören die eigenen Agrarprodukte nach Afrika zu exportieren und nicht mehr vor den Küsten Afrikas fischen wäre das schon ein grosser Schritt in die richtige Richtung.

  1. Waffenexporte

Das durch das wegbrechen von Arbeit die sozialen Spannungen steigen ist die logische Folge. Diese Spannungen führen am Schluss zu Aufständen und Bürgerkriegen. Welche, dank der importierten Waffen, brutaler und länger geführt werden.

Kriege werden nun einmal mit Waffen geführt. Würden wir also die Waffenexporte stoppen könnte mancher Bürgerkrieg nicht geführt werden.

Natürlich bin ich nicht so naiv zu glauben, dass dadurch alle Probleme gelöst sind. Durch die ganze Interventionspolitik der USA, den gezielten Umstürzen der einzelnen Machthaber in Afrika und dem mittleren Osten wird das Chaos noch lange andauern. Aber mit irgendwas muss man mal Anfangen. Subventionen auf Agrarprodukte können sehr leicht abgeschafft werden. Das selbe gilt für Waffenexporte, so ein Verbot könnte man sehr schnell einführen.

Mir ist auch bewusst, dass dadurch die aktuelle Asylproblematik nicht gelöst wird. Wie sagt man aber so schön: Das Einte tun und das Andere nicht lassen.

Zu guter Letzt sollten wir uns daran erinnern, auch in der Schweiz hatten wir im 19. Jahrhundert die Situation, dass es für die Leute hier nicht genug Arbeit hatte. Damals sind sehr viele Schweizer nach Amerika ausgewandert. Man stelle sich nur vor es hätte diese Möglichkeit nicht gegeben und die Leute wären hier verhungert? In den Schweizer Geschichtsbücher gäbe es ein Kapitel mehr: „Der Bürgeraufstand im 19. Jahrhundert.“

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