Grosskonzerne an eine kürzere Leine nehmen!

Ein eindrücklicher DOK bewegt mich zu diesem Beitrag:
http://www.srf.ch/sendungen/dok/abgefackelt

Ungenutztes Abfackeln geförderter Erdgase auf der einen Seite unserer Erdkugel, Fracking zur Förderung von Erdgas auf der anderen Seite. Auf beiden Seiten sind die Einflüsse auf die Umwelt gravierend. Doch: Das Kapital hat entschieden. Es rentiert halt mehr so. Für das Kapital wäre es noch schöner, es gäbe störende Dinge wie eine lokale Bevölkerung oder eine Natur nicht.

Wann werden auch die Leaders bei Shell zur Erkenntnis gelangen, dass man Geld nicht essen kann?
Ich befürchte: Nie.
Genau darum braucht es freie unabhängige Medien, die solche Skandale aufdecken. Genau darum braucht es immer wieder öffentliche Proteste gegen diese Konzerne. Genau darum braucht es uns, die Politik in einem Land, in dem wir gegenüber der mächtigen Lobby des Kapitals wenigstens ab und zu noch Mehrheiten erlangen können. Genau darum braucht es Gesetzte wie sie in der Konzernverantwortungsinitiative vorgeschlagen werden.
Die Gier gewisser Konzerne scheint unbeschränkt und rücksichtslos. Wir müssen diese Konzerne an die kürzere Leine nehmen, auch wenn wir mit unseren Gesetzten nur diese erreichen können, die auch in der Schweiz tätig sind.

Übrigens: Flüchtlinge aus Nigeria werden gerne mal als „Scheinflüchtlinge“ betitelt. Doch wen wundert es, wenn Menschen aus einem Land auswandern, in dem ihnen die Lebensgrundlage von europäischen Grosskonzernen weggenommen wurde? So gesehen ist Europa für sie nicht nur das Paradies, sondern auch der Kontinent, in dem ihre Ausbeuter leben. Dies fördert sicher auch nicht gerade den Respekt dieser Leute zu unserer Gesellschaft. Oder anders gesagt: Wieso sollen sie sich hier an unsere Gesetze halten, wenn wir uns in ihren Ländern auch nicht an ihre Gesetze halten?
Ich will damit kein illegales Verhalten rechtfertigen. Illegale Machenschaften gehören bestraft. Hier, aber auch in allen anderen Ländern.

8 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.