Mit der Stipendieninitiative Missstände beheben

Ein Umzug in einen anderen Kanton, die Stipendien eingestellt, die Ausbildung mangels finanzieller Mittel abgebrochen. Was heute für 20 Prozent aller Studienabbrecher Realität ist, können sich die meisten wohl kaum vorstellen. Niemand muss doch hier wegen Geldsorgen seine Ausbildung abbrechen. - könnte man denken. Dem ist jedoch nicht so. Jeder Kanton in der Schweiz hat sein eigenes Stipendienwesen mit seinen eigenen Berechnungsregeln. Daraus ergeben sich Unterschiede, welche für einige Auszubildende gravierende Konsequenzen haben können, was mitunter auch in einen Abbruch der Ausbildung mündet. Besonders in den zeitintensiven MINT-Fächern ist es den Studierenden selten möglich nebenbei zu arbeiten oder wenn doch, dann nur zu einem geringen Prozentsatz. Es ist absolut einleuchtend, dass so nicht alle Kosten gedeckt werden können und auch die Eltern vielleicht nicht immer finanziell auf Rosen gebettet sind um den Fehlbetrag zu begleichen. Trotzdem lamentiert die politische Öffentlichkeit lieber pausenlos weiter vom Fachkräftemangel und den daraus resultierenden Kosten von 2,2 Milliarden Franken allein in den MINT-Fächern. Einen Mangel, den man mit Mehrkosten von 120 Millionen Franken gegenüber dem Konkordat wesentlich mindern könnte. Mit der Stipendieninitiative hat die Schweizer Stimmbevölkerung am 14. Juni die Möglichkeit diesen fatalen Missstand zu beheben, im Wissen darüber, dass Bildung ein wichtiger und zentraler Rohstoff für die Schweiz ist.

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