Nein zu einem grundlosen Grundeinkommen

Am 14. Juni stimmen wir über die Stipendien-Initiative ab. Die Forderung der Initianten kommt einem grundlosen Grundeinkommen gleich und deshalb lehne ich diese Initiative ab.

Die Initianten fordern nämlich für alle Studierenden einen Ausbildungsbeitrag, also ein grundloses Grundeinkommen. Dabei spielen weder der finanzielle Hintergrund des Studierenden noch jener der Eltern eine Rolle. Heute ist dies aber zentral für die Stipendienvergabe, um ein Giesskannenprinzip zu verhindern.

Ein Grundeinkommen für Studierende ist ein Anreiz länger an der Uni zu bleiben. Dazu kommt, dass in der Bundesverfassung die gleichwertige gesellschaftliche Anerkennung von allgemeinbildenden und berufsbezogenen Bildungswegen festgeschrieben ist. Werden nun Studierende bei der finanziellen Unterstützung bevorzugt, wird dieser Grundsatz missachtet. Die Folge: Andere Bildungswege werden abgewertet.

Aus diesen Gründen sage ich Nein zu dieser fehlkonstruierten Initiative.

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