Nationlrat zementiert die Hochpreisinsel. Das Cassis-de-Dijon-Prinzip soll aufgehoben werden

Währenddessen der Euro gegenüber dem Franken Richtung Parität hin dümpelt und allwöchentlich die Blechlawine aus der Schweiz ins benachbarte Ausland zum Shopping rollt, zementiert der Nationalrat die Hochpreisinsel Schweiz zusätzlich. Die einseitige Einführung des Cassis-de-Dijon-Prinzips – schon bei seiner einseitigen Einführung zahnlos gemacht, soll nach dem Willen einer Mehrheit des Nationalrates nun wieder ganz aufgehoben werden. Wäre das Prinzip in der Schweiz tatsächlich ohne zusätzliche Hürden eingeführt worden, es wäre eine wirksame Massnahme gegen die teils überteuerten Lebensmittelpreise in der Schweiz gewesen. Doch statt die Parallelimporte zu erleichtern und das Cassis-de-Dijon-Prinzip für Importe in die Schweiz noch mehr zu liberalisieren, legt die bürgerliche Mehrheit im Nationalrat den Rückwärtsgang ein. Mit liberal und freiheitlich hat diese Entscheidung nichts zu tun, ganz im Gegenteil. Auf den zunehmenden Einkaufstourismus reagiert der Nationalrat nun mit Abschottung. Wieder einmal setzt die Bauernlobby sich gegen gesamtwirtschaftliche Interessen durch. Dies ist definitiv genauso kurzsichtig, wie permanent im günstigen Ausland einzukaufen.

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