Erbschaftssteuer löst Probleme der AHV nicht

Die Erbschaftssteuer löst die Finanzierungsprobleme der AHV nicht, sondern schafft neue. 80 Prozent der 300‘000 Schweizer Unternehmen sind in Familienbesitz und damit von der Erbschaftssteuer direkt betroffen. Die heute schon schwierige Nachfolgeplanung wird durch die Steuer zusätzlich erschwert und die Weiterführung des Betriebs wird finanziell immer unattraktiver: Denn um die Steuern zu bezahlen, müssen auf Investitionen verzichtet, Kredite aufgenommen, Arbeitsplätze abgebaut oder gar Unternehmen verkauft werden. Im Gegenzug mag die Erbschaftssteuer zwar kurzfristig der AHV Mehreinnahmen verschaffen, löst aber die eigentlichen Probleme wie die älterwerdende Bevölkerung und immer weniger junge Nettozahler nicht. Die wirklich notwendigen Massnahmen zur Sicherung der AHV für die nächste Generation werden dabei ein weiteres Mal verzögert: Die schrittweise Anpassung des Rentenalters und die Einführung einer Schuldenbremse für die AHV. Die Erbschaftssteuer ist ein Trugschluss, gefährdet Schweizer Familienunternehmen und KMU’s und löst die Probleme der AHV nicht, deshalb Nein zur Erbschaftssteuer am 14. Juni.

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