Vergangene Kundgebung gegen den Genozid an den Armeniern, Aramäern/ Assyrern und Pontosgriechen.

Am 24.4. 2015 jährte sich ein Völkermord zum 100. Jahrestag, der im 20. Jh. also dem letzten Jahrhundert in der islamischen Türkei (Osmanisches Reich) geschah.

Schon im Vorfeld von 1894 bis 1896 gab es Massaker an den christlichen Armeniern, im damaligen osmanischen Reich, wo ca. 300 000 Menschen umkamen.
Im Jahre 1915 begann im damalig Osmanischen Reich die Deportation und Ermordung der armenischen Elite. Daraufhin folgte ein Völkermord (Genozid) am Armenischen Volk seitens der islamischen Türken, dem bis zu 1,5 Mio. Menschen zum Opfer fielen. Unter den Folgen litten die Armenier bis zum heutigen Tag. Viele, die die Todesmärsche und Internierungslager überstanden, emigrierten nach Russland, USA, Lateinamerika und Australien. Auch liessen sich viele in den nach dem 1.Weltkrieg entstehenden Staaten Syrien, Libanon und Irak nieder.

Parallel dazu gab es 1915 bis 1917 auch ein Völkermord an den christlichen Aramäern, Assyrern und Chaldäern, die in der südöstlichen Türkei lebten. Auch dort mussten ca. 250 000 dieser Volksgruppen ihr Leben lassen. Diejenigen, die überlebten, mussten grossteils nach Syrien, Irak, Libanon umsiedeln.

Heute werden diese Christen im Irak/ Syrien wiederum verfolgt, diesmal von radikalislamischen Gruppen wie der „islamische Staat“ IS.
All unsere christlichen Glaubensbrüder, die schon Generationen vorher dort lebten, als die später eingefallenen islamischen Araber, sind heute wieder Opfer von bestialischen Verfolgungen, ausgehend von Moslembrüdern, wahabitischen- und salafistischen Islamisten.

Ebenso wurden 1914 bis 1923 in der Türkei 600 000 Pontosgriechen weitgehend aus ihrem Gebiet am Schwarzmeer vertrieben oder zwangsislamisiert.— Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Griechenverfolgungen_im_Osmanischen_Reich_1914%E2%80%931923
Auf diese Weise entstand dann das Kryptochristentum.

Heute ist in der Türkei der Islamismus unter Erdogan wieder im Aufwind und die wenigen übrig gebliebenen christlichen Bevölkerungsteile (vor allem Griechen und Armenier, aber auch Assyerer und Aramäer im Südosten der Türkei und Pontosgriechen im Nordosten der Türkei) müssen wieder vermehrt mit Verfolgungen und Schikanen seitens der Islamisten rechnen.

Gegen diese Entwicklung der Christenverfolgung in den orientalischen Ländern wurde am Freitag, 24.April 2015 in Bern auf dem Münsterplatz demonstriert. Auch auf internationaler Ebene gab es Kundgebungen und Gedenkveranstaltungen, insbesondere diejenige in der Armenischen Hauptstadt Jerewan, wo auch prominente Politiker und Gäste teilnahmen und die Tagesschau darüber berichtete.

Siehe auch unter: http://www.csi-int.org/ch-de/themen/article/1915-kam-es-zum-genozid-verhindern-sie-den-genozid-2015/.

Ich rufe zum Unterschreiben der CSI Petition auf. Informiert Eure Freunde und Bekannten!

Ebenso fordere ich den Bundesrat auf, dass er nebst dem Völkermord (Genozid) an den Armeniern (den er schon anerkannt hat), auch den an den Aramäern/Assyrern und Pontosgriechen als solchen explizit anerkennt ohne Rücksichten auf die Türkei, so wie das:
Frankreich, Russland, Österreich, Schweden, Belgien, Griechenland, Süd-Zypern, Italien, Niederlande, Slowakei, Argentinien, Uruguay, Kanada, Libanon, und der Vatikan unter Papst Johnnes-Paul d. 2. und Papst Franziskus ebenfalls gemacht haben.

Es ist wichtig, dass wir hier im Christlichen Abendland vermehrt Solidarität gegenüber den ebenfalls christlichen Bevölkerungsgruppen zeigen, indem man ihnen dort vor Ort hilft. Die Moslems unterstützen ihre Glaubensbrüder in der europäischen Diaspora ebenfalls: z.B. Saudiarabien mit Petrodollar-Stiftungen für den Bau von Moscheen und Islamzentren.

In diesem Sinne müssten die europäischen Länder ebenfalls den bedrängten Orientchristen unter die Arme greifen, zumal diese schon VOR den später zugewanderten Moslems dort wohnten.

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