Die Weichen müssen gestellt werden

Ein Blick auf die letzten Abstimmungen und Wahlen zeigt auf, dass die Urnengänge stets durch die selbe Mehrheit dominiert wurde: Die Nicht-Wählenden. Mit einer durchschnittlichen Stimmbeteiligung von knapp 48% ist gezeigt, dass nicht einmal jeder Zweite bei den nationalen Abstimmungen zwischen 2010 und 2014 vom Stimmrecht Gebrauch machte. Die direkte Demokratie ist die Möglichkeit, das politische Geschehen und somit die Auswirkungen auf unser tägliches Leben direkt zu beeinflussen; ein Privileg, welches wir nutzen müssen.

2015 ist ein Wahljahr und die politischen Weichen für die kommenden vier Jahre werden gestellt. Ein vermeintliches politisches Desinteresse darf in einem Wahljahr keine Anwendung finden. In der direkten Demokratie ist es möglich, direkt Einfluss auf das politische Wirken zu nehmen oder aber dieses mit der Wahl von Repräsentanten zu delegieren. Ein kleiner Aufwand alle vier Jahre mit weitreichend Folgen.
Als bald die Weichen gestellt sind, fährt der Zug selbstständig und kann lediglich noch mit grossem Aufwand, falls überhaupt, bewegt werden.

Insbesondere das politische Desinteresse der Jugend ist gefährlich. Eine Vielzahl der politischen Entscheidungen welche heute gestaltet werden haben langjährigen Einfluss und betreffen die heutige junge Generation, zu welcher ich ebenfalls zähle, stärker als diejenigen welche heute darüber befinden.
Wie soll die Rentenfinanzierung der kommenden Generationen aussehen? Eine Überschuldung des Rentensystems stellt das gesamte drei Säulen System der Schweiz in Frage. Wie soll es noch möglich sein eine neue Unternehmung zu gründen und zu führen? Das unternehmerische Denken und Handeln wird durch einen Bürokratie-Dschungel zusehends verunmöglicht, insbesondere für Start-Up Unternehmen und KMU’s. Wie soll es der jungen Generation ermöglicht werden das Familien Unternehmen zu übernehmen, wenn eine Steuerbelastung von 20% im Rahmen der Erbschaftssteuer auf dem politischen Parkett liegt?

Politik darf keine Ja oder Nein Frage werden, sondern soll in der Gesellschaft diskutiert werden. Die Frage, ob eine aktive Mitgestaltung in der Politik persönlich gewünscht wird ist legitim. Im Minimum wäre es wünschenswert, wenn sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger alle vier Jahre an den zukunftsweisenden Wahlen beteiligen.

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