Kanton Aargau: Raumplanungsillusionen bei der Richtplananpassung Siedlungsgebiet

Die Richtplananpassung Siedlungsgebiet ist gespickt mit Illusionen: 1. Bevölkerungsprognosen können zwar als Szenarien ausgegeben werden, bei der Umsetzung wird jedoch stets der höchste Prognosewert als Ziel angenommen. 2. Das Kriterium Einwohnerdichte (Einwohner/ha Baugebiet) ist in der Raumplanung untauglich, da diese von der Raumplanung nicht beeinflusst werden kann. Nur auf die planerischen Festlegungen von Überbauungsdichten (Bruttogeschossfläche/ha Baugebiet) kann sie Einfluss nehmen. Zudem sind die angenommenen Einwohnerdichten viel zu hoch. 3. Die vorgeschlagenen, relativ geringen Siedlungsgebietserweiterungen im kantonalen Richtplan werden sich bald als zu einschränkend für die Erfüllung des Siedlungsbedarfs in den Gemeinden erweisen. Die Bau- und Immobilienwirtschaft, die Grundeigentümer und die Bauwilligen werden in Kürze Druck auf die Anpassung des kantonalen Richtplans machen. 4. Mit den geplanten Siedlungsgebietserweiterungen geht gerade dort Grünraum verloren, wo er am dringendsten als Fruchtfolgefläche, Siedlungstrenngürtel oder Naherholungsraum benötigt wird.

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