Cannabis Social Clubs als Pilotprojekt

Das Cannabis würde von staatlich lizenzierten Bauern bezogen.

http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/Stadtparlament-will-Cannabis-Clubs-14511651

Was spricht dagegen, solche Kifferclubs als Pilotprojekt in größeren Städten zu betreiben? Legal einen Joint oder eine Haschischpfeife unter Gleichgesinnten rauchen heißt ja nicht, dass in der Öffentlichkeit geraucht werden darf. Als Beispiel das Fixerstübli in Bern, welches seit über 20 Jahren gut funktioniert und bis heute anerkannt ist. 300'000 bis 400'000 Personen rauchen regelmäßig dieses Naturkraut, vorwiegend in ihren eigenen vier Wänden (ich inbegriffen). Ein Club mit Mitgliedschaft, in dem man sich zum Beispiel an Wochenenden trifft, um Musik zu hören, zu tanzen oder zu philosophieren schadet der Öffentlichkeit keineswegs.

Der Vorstoss wurde vom Stadtrat mit 55 zu 11 Stimmen überwiesen. Er stiess auf viel Sympathie - bis in bürgerliche Kreise hinein.
SP, GFL, Grünliberale, die Fraktion BDP/CVP und die Mehrheit der FDP-Fraktion stimmten ihm zu. Mündige Bürger wüssten selber, was gut für sie sei und was nicht, sagte FDP-Sprecher Pascal Rub. Eine drogenfreie Gesellschaft sei eine Illusion, fügte Martin Schneider (BDP) an.

Link

Eine generelle Legalisierung ist meiner Meinung nach gar nicht nötig, denn für Partygänger würden eben diese Clubs vollends reichen.
Es ist schon längst bekannt, dass die Schweiz ihr Cannabis, welches konsumiert wird, praktisch zu 90% selbst produziert. Es lohnt sich daher nicht, Cannabis und Haschisch ins Land zu schmuggeln, da die Qualität der heimischen Produkte den Import bei Weitem übersteigt. Die Indooranlagen, die bemerkt werden, sind nur ein Bruchteil von denen die in Betrieb sind. Dazu kommt noch der Outdooranbau (Sommer bis Herbst).

Zudem käme legalisiertes Cannabis gar nicht günstiger, wie hier der Drogen-Experte Thomas Kessler ausgerechnet hat.

Der Verkaufspreis wäre abgestuft nach THC-Gehalt. Für Hanfkraut mit 5 bis 10% THC schlagen wir 10 Franken pro Gramm vor. 52% davon gingen immerhin an die AHV/IV, bei einem Gesamtmarkt von 1 Milliarde Franken.
https://www.schweizerbauer.ch/politik--wirtschaft/agrarpolitik/20000-franken-fuer-eine-are-legalen-hanf--15552.html

Manch einer fragt sich,wo kommt nur all das Gras her?

Die Drogen finden ihren Weg aus dem goldenen Dreieck St. Gallen/Thurgau/Schaffhausen, aus den Schweizer Anden im Bündnerland oder aus dem mexikanischen Mittelland rund um Baden und Aarau. Dort betreiben fleissige Schweizer jeden Alters In- und Outdoorplantagen, um den Zürcher Cannabishunger zu stillen. Und der ist wirklich gross. Grundsätzlich könnte man bei der Schweiz von einer drogenproduzierenden Nation sprechen. Quelle

84 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.