Die Unsozialhilfe

Arbeiten Sie noch, oder darf es etwas Sozialhilfe sein?
Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS), will ihre Richtlinien überarbeiten.
Wobei mit „überarbeiten“ natürlich ausbauen gemeint ist.
Einer Studie zu Folge, sei der Grundbedarf um 100.- Franken zu tief angesetzt.
Ich habe mir die Mühe gemacht, die Leistungen im Schwyzer Handbuch für Sozialhilfe, welches sich an besagten SKOS Richtlinien orientiert, etwas unter die Lupe zu nehmen.
Schnell fällt auf, dass sich Arbeiten für viele nicht mehr lohnt.
Denn mit einer gehörigen Portion Frechheit, kann man sich allerhand Ergänzungsleistungen inkl. Stereo Anlage (kein Witz) erschleichen.
Bezahlt wird von der Sozialhilfe neben nachvollziehbaren Posten wie Krankenkasse, sowie Miet- und Nebenkosten, auch Verkehrsauslagen, Möbel, oder eine Haushaltshilfe.
Selbst Fitness-Abos finanziert die Sozialhilfe.
Unter dem Titel „situationsbedingte Leistungen“ findet man ein reichhaltiges Angebot von Baby-Artikeln, über Verhütungsmittel, Zahnarztrechnungen bis zu privaten Klavierstunden.
Selbstverständlich haben die Sozialhilfeempfänger auch Anspruch auf Ferien, und zwar vier Wochen, wie jeder andere der aber arbeitet.
Falls der Sozialhilfeempfänger in eine andere Wohnung ziehen möchte, kann ihm nicht nur der Umzugsservice bezahlt werden, sondern wenn es aus vertraglicher Regelung eine Überschneidung mit der aktuellen Wohnung gibt, werden die Kosten beider Wohnungen mit bis zu drei Monatsmieten übernommen.
Besonders gut geht es ihnen wenn sie Ausländer sind.
Dann gibt es auch noch eine Integrationszulage, Sprachkurs und Aufenthaltsbewilligung inklusive.
Generell gilt, je mehr Kinder eine Familie hat, desto mehr lohnt es sich auch von der Fürsorge zu leben.
Eine sechsköpfige Familie bekommt pro Monat durchschnittlich 6011.60 Franken - steuerfrei.
Richtigerweise dürfte die Summe doch nie höher sein als ein minimaler Lohn bei Vollzeitarbeit…
Wie sonst, soll der einkommensschwächeren, arbeitenden Bevölkerung dies noch vermittelt werden?
Ganz besonders wenn sich ein Sozialhilfeempfänger auch noch unkooperativ verhält.
Denn in solchen Fällen sind gemäss der SKOS, Kürzungen von maximal 10 Prozent vorgesehen.
Ob dies in Missbrauchsfällen abschreckend wirkt, darf höchst bezweifelt werden.
Vermutlich soll es das gar nicht.
Denn in SKOS-Sprache ist selbst der renitente Sozialhilfebezüger ein „Klient“, also ein Kunde, der auf Kosten der Allgemeinheit zufrieden gestellt werden muss.
Ursprünglich wurde die SKOS in den 50er-Jahren zur Standardisierung der kantonalen Fürsorgeregelung gegründet. Inzwischen ist sie ein riesiger Verwaltungsapparat, welcher nicht nur selber sehr viel Steuergelder verbraucht, sondern der kommunalen Fürsorge durch ihre Richtlinien jeglichen Spielraum für eine vernünftige Sozialhilfe raubt.
Daher fordert die SVP auch immer wieder den Abbau dieser Richtlinien,
ein Einhalt der schleichenden Professionalisierung und eine Kompetenz Beschneidung der SKOS.
Die Gemeindeautonomie muss wieder hergestellt werden, damit unsere Sozialämter wieder dem Einzelfall gerecht werden können.
Die von Linken und Grünen indoktrinierte SKOS, hat natürlich kein Interesse an solchen Veränderungen.
Schliesslich leben sie selber feudal, vom Geschäft mit der Sozialhilfe.
Die SKOS ist also nichts weiter als eine fette Gans die sich selber stopft...
Der Souverän, soll ihr Metzger sein.

171 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Sozialversicherungen»

zurück zum Seitenanfang
  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production