SVP Unterstützt die Diskriminierung von Schweizerinnen mit Steuerfranken

Die SVP hat in der Finanzkommission des Berner Grossen Rates letzte Woche verhindert, dass Firmen, die an Aufträgen des Kantons Bern Geld verdienen auch auf Lohndiskriminierung geprüft werden. Anders gesagt: Firmen die Kantonsaufträge ausführen, dürfen mit (4,6 Mia.) Steuergeld Kasse machen, auch wenn sie Frauen beim Lohn diskriminieren.

In der Stadt Bern kämpft die SVP gleichzeitig gegen die angebliche „politische Diskriminierung von Schweizern“ durch eine Ausländermotion - unter anderem mit dem erfolglosen Versuch eine Volskabstimmung zu verhindern. Die Diskriminierung von Schweizern ist demnach ein Skandal, die Diskriminierung von Schweizerinnen aber kein Problem. Dabei ist Lohngleichheit durch die Verfassung garantiert. Durch die tieferen Frauenlöhne entgehen Gemeinden, Kantonen, Bund und Sozialwerken seit Jahrzehnten Milliarden, und unzähligen Privathaushalten viel mehr an Einkommen. Ein Grund mehr für Frau und Mann am 7. März auf dem Bundesplatz zu protestieren.

Die Schweiz war laut WEF übrigens 2014 das konkurrenzfähigste Land der Welt. Da können wir durchaus von unseren Unternehmen erwarten, dass sie sich wenigstens an Gesetz und Verfassung halten, anstatt Teile der arbeitenden Bevölkerung um den Lohn zu bescheissen.

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