Homoehe ja, aber was ist mit Kindern?

titelt die Aargauer Zeitung kürzlich und voilà, schon hört die ganze Toleranz bezüglich Homoehe wieder auf. Zwei Drittel sind dagegen. Viel Empörung also um nichts wegen der CVP und der Ehedefinition!

Im Abstimmungskampf zum Partnerschaftsgesetz hat sich die CVP an vorderster Front für die Gleichstellung heterosexueller Paare mit gleichgeschlechtlichen stark gemacht. Den Vorbehalt, dass Kinder nur der Ehe vorbehalten sind, war keine Erfindung der CVP. Er war der breite Konsens im Abstimmungs-Pro-Komitee aus sozusagen allen Parteien samt Schwulen-und Lesbenorganisationen. Ist ja keine politische Todsünde, wenn man das ein paar Jahre später immer noch so sieht und ich behaupte einmal, es entspricht sogar der Segnung von Bürglen.

Klar kann man eingetragene Partnerschaften in "Ehe" umbenennen, wie es die Rechtskommission des Nationalrates mit einer Verfassungsänderungsvorschlag aus der glp-Küche machen will. Doch wenn der Kinderwunsch nicht erfüllt wird, ist das doch nicht viel mehr als Kosmetik.

Beenden wir doch bitte endlich den Heiratskrach ums falsche Thema! Die CVP-Initiative, Abschaffung der Heiratsstrafe, soll dem Volk unterbreitet werden, das endlich darüber bestimmen kann, ob Ehepaare gegenüber Konkubinatspaaren nicht benachteiligt werden sollen. Im übrigen gilt das dann auch für die eingetragenen Partnerschaften, denn diese werden in steuerlichen und finanziellen Belangen der Ehe gleichgestellt.

Um den Kinderwunsch zu erfüllen, bräuchte es für diejenigen, welche das möchten, eine weitere Verfassungsänderung. Aber vor allem auch Mut und das Engagement, diese anzustreben. Es gehört zu den Vorteilen der direkten Demokratie, dass man Auffassungsunterschiede mit einer Volksinitiative klären kann. Also bitte, was hält die Befürworter davon ab?

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