ÖKOLOGIE ÜBER ALLES? ABSCHOTTUNG MAL ANDERS.

Liebes Schweizer Stimmvolk

Heute habe ich die Meinung von unserem Thurgauer Nationalrat Thomas Böhni gelesen (Bericht im Tagblatt). Man merkt dass Wahljahr ist; der Beitrag ist geprägt von Oeko-Fundamentalismus und populistischen Aussagen. Ehrlich gesagt hätte ich mir von einer “liberalen” Partei etwas mehr Wirtschaftsverständnis erhofft.

Dabei verfolge ich politisch und unternehmerisch dieselben Ziele; den Umbau der Energiewirtschaft. Die Stossrichtung der Initiative ist deshalb an und für sich richtig, es braucht ein massives Umdenken und es braucht Lenkung. Was mich besonders dabei freut ist, dass die Grünliberalen teure staatliche Förderungen damit abschaffen wollen. Da komme ich sicher später einmal darauf zurück.

Es gibt aber ein grosses ABER.

Als ausgebildeter Maschinenbauer kenne ich die Sorgen der Industrie und habe dazu eine einfache Überlegung. Wenn wir z.B. Stahl in die Schweiz importieren, müssen wir für die graue Energie an der Grenze bezahlen. Wenn wir mit energieintensiven Prozessen den Stahl zu Maschinen verarbeiten dürfen wir noch einmal draufzahlen. Wohin gehen dann die teuren Maschinen? Ein Reisebüro in der Schweiz braucht wenig Energie und muss auch wenig Energiesteuern bezahlen. Obwohl das Produkt, z.B. Reisen ins Ausland viel fossile Energien konsumiert und der Umwelt schadet? Profitieren würden Dienstleistungsbetriebe mit wenig Energiebedarf, verlieren würden die produzierende Industrie und das Gewerbe. Die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Ausland würde weiter zunehmen, da Produkte vermehrt im Ausland produziert würden. Und Dienstleistungen können wir schlecht ins Ausland exportieren, dafür sind unsere Kosten viel zu hoch.

Zum Thema Bürokratie stimme ich zu, die Mehrwertsteuer sollte vereinfacht werden, mit einem Einheitssteuersatz. Die zahlreichen Ausnahmeregelungen und Besteuerungen an der Grenze werden aber die Abwicklung der Energiesteuer aber massiv verteuern.

Für mich ist die Initiative eine Abschottung vom globalen Rohstoffmarkt und eine Gefahr für den Schweizer Export. Da nützt uns der ehrenhafte ideologische Zweck nichts wenn wir keine Arbeit und keine Wohlfahrt mehr haben. Ich biete allen nachhaltigen Menschen in der Schweiz an durchdachtere Lösungen zu unterstützen. Zum Beispiel mein Rezept der “Zielvorgaben für Stromkonsumenten“. Energiesteuer NEIN Danke.

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