Das Wort "Islam" kann ich einfach nicht mehr hören! Von der Notwendigkeit sich im Kreis zu drehen, resp. muss man auf Politnetz wirklich immer weiterkommen?

Die Fronten sind verhärtet. Für die einen wohnt im Islam das Böse schlechthin und für die anderen ist das alles halb so wild, resp. gilt leben und leben lassen

Beide haben Recht und auch Unrecht. Der Islam ist nicht böse, es gibt ihn nämlich gar nicht. Was es aber gibt...

Offenbar im "Oberbegriff": Schiiten, Sunniten, Ibaditen, etwa so wie bei uns Katholiken, Protestanten und Christkatholische? Hm, dann gibt es wie bei uns zahlreiche "Unterformen", wie:

-Aleviten
-Wahhabiten
-Salafisten
-Anhänger der Ahmadyyabewegung
-Anhänger von mystischen Strömungen des Islams, dem Sufismus.

und viele andere mehr!

Die meisten können auch mit der Bezeichnung "Menschen" ganz gut leben...

Der Islam ist die zweitgrösste Glaubensgemeinschaft der Welt (alle Strömungen zusammengenommen). 1,6 Milliarden Menschen auf der Welt bekennen sich zum Islam.

Es gibt Islamisten und ja, oft stammen die aus Kreisen der Salafisten, manche werden von Wahhabiten finanziert. Es gibt auch Extremisten in unseren Reihen, interessanterweise oft Konvertiten.

Es gibt Anschläge, denn es gibt Ewiggestrige, die irgendeinen Dschihad gegen irgendwas (Alkohol, Homosexuelle und Schweinefleisch?) führen.

Und ja, da gibt es noch die 98% der anderen Muslime. Was machen wir mit denen? Das Minarett haben wir ihnen ja schon weggenommen? So als friedens- und vertrauenserhaltende Massnahme zwischen den Religionen?

Ich weigere mich einfach, jedem Muslim mit Misstrauen zu begegnen. Ich will das nicht haben. Genausowenig wie ich hier irgendwelche Dschihadisten haben will. Und ja, ich hab es schon des öfteren erwähnt: die Extremisten schaden in erster Linie den Muslimen selber.

Ich plädiere hier für ein Zusammenleben, in Anerkennung der Andersartigkeit. Was vergibt man sich damit? Vielehe etc. und auch Genitalverstümmelungen sind in der Schweiz verboten, ausserdem haben sie nichts mit dem Islam zu tun.

Für mich ist es aus meinem christlichen Glauben heraus selbstverständlich, den syrischen Flüchtlinge hier Asyl zu gewähren. Die meisten sind Muslime, aber vor allem sind es Menschen, die bedroht werden (aktuell von Muslimen). Wie weit sind wir nur gekommen? Wo ist unsere Barmherzigkeit, wo sind unsere Werte? Warum können wir nur immer auf andere zeigen? Wollen wir damit etwa unsere eigene Schlechtigkeit überspielen?

Was interessiert mich, was ein Mensch für eine Religion hat? Wenn er meine Hilfe benötigt, versuche ich ihm zu helfen.

Vielleicht können durch solch ein Verhalten, andere etwas von uns lernen?

Auf alle Fälle kann ich dieses

nicht mehr mitansehen.

Es gibt Probleme mit dem Islamismus. Es gibt aber keine Probleme mit den hiesigen Muslimen schlechthin.

Aber eben, wie man in den Wald schreit, so hallt es halt zurück:

Ich habe niemanden seine Minarette verboten. Ich habe keine IZRS-Konferenzen untersagt (entweder ist der IZRS legal oder nicht, wenn er legal ist, dann darf er seine Konferenzen abhalten wo er will). Und mit Kleidungstücken will ich mich in der Politik auch nicht befassen.

Was geht mich das ganze also überhaupt an? Löffelt Eure nun eingebrockte Suppe doch selber aus, ich habe nichts damit zu tun. Aber ich fürchte mich tatsächlich etwas wegen obenstehendem Video, auch wenn ich gut verstehe, dass man es gedreht hat.

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