Nach SNB Entscheid muss eine Deindustrialisierung verhindert werden

Entscheid

Nach dem umstrittenen Entscheid der SNB http://www.snb.ch/de/mmr/reference/pre_20150115/source/pre_20150115.en.pdf , den Mindestkurs von CHF 1.20 aufzuheben, ist die Verunsicherung in der Schweiz gross.
Viele sind sich bewusst, dass die SNB den Mindestkurs nicht jahrelang weiter mit Eurokäufen stützen könnte.
Warum jedoch hat die SNB den Mindestkurs nicht auf CHF 1.15 gesenkt, und nach einigen Jahren die Situation neu analysiert?

Folge

Nun ist der Mindestkurs Geschichte und die Folgen für die Schweizer Wirtschaft sind enorm. Dies insbesondere für die Esportindustrie und den Tourismus.
Deren Preise sind auf einen Schlag 20% gestiegen, was die Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert. Deswegen werden Aufträge ausbleiben, Unternehmen werden Abteilungen oder ganze Produktionsstätten ins Ausland verlegen. Zudem werden auch die einheimischen Lieferanten den Exportirmen weniger liefern können und deshalb ebenso die gleichen Probleme bekommen.

Im Tourismus werden ebenso Betriebe Angestellte entlassen müssen oder Hotels, welche sich nicht mehr behaupten können, werden schliessen. Da die Hotels weniger Aufträge den lokalen Unternehmen geben können, sind auch diese betroffen. Aus diesem Grund werden noch mehr Leute in die Städte abwandern.

Deindustrialisierung - Duales Bildungssystem am Ende

Als Folge dieser Entwicklung wird die Arbeitslosigkeit massiv zunehmen und die Schweiz geriete in eine Rezession, die vergleichbar mit derjenigen der 90er Jahren wäre. Zudem wird der Werkplatz Schweiz geschwächt, da viele Betriebe verkleinern müssen oder gezwungen werden, ins Ausland zu gehen, droht der Schweiz eine Deindustrialisierung, da der 2. Sektor der Produktion massiv geschwächt wird.

Weiters wird leider die Duale Berufsbildung in Bedrängnis kommen, denn Lehren werden viel weniger nachgefragt werden und die Maturitätsrate wird sich auf ca. 50-60 % erhöhen. Dennoch wird eine Ausbildung an einer Universität oder Fachhochschule keine Garantie auf eine Arbeitsstelle mehr sein und viele AbgängerInnen dieser Hochschulen werden arbeitslos, wie dies bereits in den europäischen Ländern wie Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland etc. bereits Tatsache ist.

Forderung

Der Bundesrat muss nun einen Fonds einrichten für alle Unternehmen sowie den Tourismus, der nach einer Prüfung der finanziellen Situation der betroffenen Firmen ihnen Hilfsgelder
zukommen lässt, damit diese nicht ins Ausland gehen müssen oder die Produktion ganz einstellen müssen. Mit dem Einrichten eines Fonds könnte der Bundesrat eine grosse Arbeitslosigkeit mit einer Rezession sowie einer dahinführenden Deindustrialisierung der Schweiz verhindern. Zudem soll er alles unternehmen, dass die Bilateralen Verträge mit der Eu nicht in die Brüche gehen.

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