Service Public nach Art der SBB

Am vergangenen Donnerstag dem 15. Januar 2015 um 10:30 Uhr hebt die Nationalbank äusserst überraschend den Mindestkurs für EUR / CHF auf. Eine längerfristige Aufrechterhaltung des Mindestkurses wäre mit einem Blick auf die bereits deutlich aufgeblähte Bilanz der Nationalbank nur schwer möglich gewesen. Nach dem Entscheid eine Aufhebung brachen die Hauptwährungen gegenüber dem Schweizer Franken massiv ein und der Schweizer Aktienmarkt stürzte massiv ab.
Die Folgen dieses Entscheides sind heute nur schwer absehbar. Mögliche Konsequenzen sind eine erhöhte Arbeitslosigkeit sowie noch stärker deflationäre Tendenzen in der Schweizer Wirtschaft. Doch dieser Entscheid hat noch stärkere Auswirkungen auf die Privat-Wirtschaft als auf den ersten Blick gedacht.

Kleine- und mittlere Unternehmen in der Schweiz kämpfen bereits seit längerem mit dem Einkaufstourismus aufgrund des starken Frankens. Nebst sämtlichen regulatorischen Einschränken und antiliberalen Gesetzgebungen, welche die Unternehmen bereits heute im freien Wirken einschränken, ist eine steigende Kauffrequenz im nahen Ausland zu beobachten.

Was die Schweizer Wirtschaft nun braucht ist eine Unterstützung von Politik und Gesellschaft. Die Schweizerinnen und Schweizer müssen sich von jung bis alt bewusst der Verantwortung bewusst werden, dass wir nur mit einer konkurrenzfähigen Wirtschaft unseren nachhaltigen Wohlstand sichern können. Hierfür braucht es ein einfaches Steuersystem welches die KMU’s sowie die gesamte Wirtschaft entlastet. Des Weiteren müssen Anreize im Rahmen einer Entbürokratisierung sowie schlanken Gesetzgebungen geschaffen werden.

Den Medien kann man bereits einen Bruchteil nach Bekanntgabe des SNB-Entscheides entnehmen, dass die Schweizerische Bundesbahn SBB Zugverbindungen nach Konstanz ab sofort ausbaut. Im Rahmen von Extra-Zügen und verlängerten Wagons wird ein Anreiz für die Schweizerinnen und Schweizer gesetzt, die Konsumausgaben im Ausland zu tätigen. Wie auch medial berichtet wurde, waren die vermeintlich dringenden Extra-Züge leer und die Schweizerinnen und Schweizer blieben im grenznahen Deutschland mehrheitlich aus.

Nicht zu vernachlässigen ist die Forderung, dass auch Unternehmen welche vom starken Schweizer Franken Ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen müssen. Überzogene Importmargen müssen abgebaut werden und Währungsvorteile dem Endkonsumenten weitergereicht werden. Nur so ist es möglich einen Marktpreis zu erzielen welcher sämtliche Gegebenheiten berücksichtigt.

Es kann und darf von einem staatlich abhängigen und subventionierten Betrieb nicht toleriert werden den Einkaufstourismus zu Lasten der Schweiz zu fördern. Wir müssen ein Zeichen setzen und nicht auf diesen Wolf im Schafspelz hineinfallen. Wir müssen die Schweizer Wirtschaft unterstützen und so ein Zeichen für einen starken Wirtschaftsplatz Schweiz setzen. Unterstützt die Wirtschaft in der Schweiz und setzt so ein Zeichen gegen fehlgeleiteten Service Public und unterstützt liberale Forderungen nach mehr Markt und weniger Einschränkungen.

33 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Schienenverkehr»

zurück zum Seitenanfang
  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production