Preise, Löhne und Anlagewerte müssen runter

Jetzt haben wir eine ausserordentliche Situation, indem die Schweizerische Nationalbank die Eurobindung am 15. Januar 2015 aufgehoben hat. Zwangsläufig verlor der Swiss Marketing Index an Boden. Die Talfahrt wird sich womöglich fortsetzen, wenn wir nicht handeln. Die Folge, auch die Arbeitsplätze sind in grösster Gefahr und die Pensionskassengelder kommen unter Druck. Die Staatsorgane werden weniger Einnahmen generieren und der Tourismus wird hohe Verluste und Einbussen einfahren. In volkswirtschaftlicher Hinsicht haben wir nun die grösste Herausforderung seit Jahren. Es ist eine völlig neue Situation, die jeden einzelnen betrifft. Die Negativzinsen, eingeleitet durch die SNB, werden vielleicht auf längerer Sichtweise auch keine Lösung sein. Die Nationalbank muss zusätzlich im Ausland eventuell ein grösseres Portfolio in Privatinvestitionen im Ausland tätigen, die grösseren Risiken ausgesetzt sind. Mir ist zwar nicht klar, ob dies überhaupt erlaubt ist. Der Entscheid der SNB zeigt aber, dass sie an die Grenze des Verantwortbaren gestossen ist.

Das Problem liegt in der Zukunft in der Hochpreisinsel Schweiz. Das kann nicht gut gehen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz im globalen Umfeld ist auf einen Schlag sehr schwierig geworden. Auch wir können einen Beitrag leisten, indem wir die Geldmenge im Inland reduzieren. Immobilien , die grösste Anlage innerhalb unseres Landes, sind nach unten zu korrigieren, womöglich um 20 bis 30 %. Dann die Senkung der Bodenpreise. Das ermöglicht auch den Banken ebenso kleinere Bilanzen und weniger Risikowerte. Bei den Konsumgütern ist der Preissturz von Importgütern bereits sichtbar. Folglich kommt noch der grösste Streitpunkt, der vor allem von linken Parteien bekämpft wird. Wir werden nicht darum herum kommen die Löhne zu senken. Bei den Grenzgängern zuerst, dann bei Angestellten im oberen Mittelstand, bei Staatsangestellten usw. So werden wir wieder im globalen Umfeld wettbewerbsfähig und der Arbeitsplatzabbau in der Schweiz kann so gebremst werden. Wir können uns nicht auf eine natürliche Eurosteigerung beruhen und darauf hoffen. Nein, jetzt muss gehandelt werden. Die SNB hat entschieden. Sie ist unabhängig und wir müssen uns daran richten. So schmerzhaft es auch ist. Eine zu teure Binnenwirtschaft können wir uns nicht leisten. Wir sind der Welt zu teuer geworden und so schlittern wir in die Krise. Die Schweiz ist im Moment eine Blase, die zu platzen droht. Machen wir keinen Fehler und zerfleischen uns nicht parteipolitisch. Die Ausgangslage für die Schweiz ist gegeben. Die EU ist uns für diesen Entscheid dankbar. Sie wird durch diesen Entscheid der Nationalbank davon profitieren.

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