Vollgeld: Was die Geschichte uns lehren sollte!

Die Vollgeld - Initiative ist wie ggf. viele glauben nichts neues. Geld ist seit über 2000 Jahren Bestandteil unserer Geschichte. Darum sollten wir einmal zurück blicken, wie Geld und vor allem dessen Schöpfung sich entwickelt hat. Wir sollten uns mit der Geldschöpfung etwas tiefer vertraut machen, vor allem was geschieht wenn diese sich in den falschen Händen wieder findet. Die Geschichte hat schon viele male Bewiesen in welchem Umfang eine "private" Geldschöpfung zu Buche schlägt. Vielleicht, jedoch hoffe ich, dass wir etwas daraus lernen können.

200 v.Chr. – Rom
Rom hatte Probleme mit den Geldwechslern. Zwei frühe römische Kaiser wurden wegen ihrer Versuche ermordet, die Macht der Geldwechsler durch die Reformierung von Wucher-Gesetzen und durch die Begrenzung von Landbesitz auf 500 Hektar zu verringern.

48 v.Chr. – Julius Caesar
Julius Caesar nahm sich die Macht, Münzen zu prägen, wieder von den Geldwechslern zurück und prägte Münzen zum Nutzen aller, er realisierte öffentliche Bauvorhaben und bewirkte, dass Geld im Überfluss vorhanden war, was ihn zum Liebling des einfachen Volkes machte. Die Geldwechsler hassten ihn und er wurde bald ermordet. Mit dem Tod von Caesar kam der Niedergang des reichlichen Geldes in Rom. Die Steuern stiegen genau wie die Korruption und schliesslich wurde die Geldmenge um 90% reduziert. Als Ergebnis verlor das einfache Volk sein Land und seine Häuser und das Römische Reich stürzte in düstere Zeitalter.

1100 n.Chr. – König Heinrich I.
König Heinrich I. schaffte es endlich, die Macht von Goldschmieden zu nehmen und führte das “Tally-Stick-System” (Kerbholzsystem) ein (akzeptiert für das Bezahlen der Steuern von 1100 – 1826). Einer der ursprünglichen Teilhaber der Bank of England (1694) kaufte seinen Anteil mit einem Stück Holz. Das britische Empire wurde auf dem “Kerbholz-System” aufgebaut. Keine andere Form von Geld hat sich je solange gehalten.

1500 – König Heinrich VIII.
König Heinrich VIII. entspannte endlich die Wuchergesetze. Die Geldwechsler verloren keine Zeit, sich selbst zu bekräftigen und machten Gold- und Silbermünzen für ein paar Jahrzehnte reichlich verfügbar.

1553 – Königin Mary I.
Als Königin Mary I. den Thron bestieg und die Wuchergesetze wieder verschärfte, horteten die Geldwechsler wieder die Gold- und Silbermünzen und zwangen die Wirtschaft zum Absturz.

1558 – Königin Elizabeth I.
Königin Elizabeth I. war dazu entschlossen, die Kontrolle über das Geld wiederzubekommen und stellte Gold- und Silbermünzen aus der Staatskasse aus.

1625 – König Charles I.
Oliver Cromwell wurde von den Geldwechslern finanziert und stürzte König Karl I., eliminierte das Parlament und tötete den König. Den Geldwechslern wurde sofort erlaubt, ihre Macht zu festigen, was ihnen in den nächsten 50 Jahren Kriegsprofite sicherte. Sie übernahmen eine Liegenschaft in der Quadratmeile von London, bekannt als die ‘City of London‘.

1688 – Wilhelm von Oranien
Seit 1672 regierte er Holland, Zeeland, Utrecht, Gelderland und Overijssel der niederländischen Republik. Ab 1689 herrschte er als Wilhelm III. über England und Irland. Konflikte mit den Stuart-Königen führten dazu, dass sich die Geldwechsler in England mit jenen in den Niederlanden zusammenschlossen, um die Invasion von Wilhelm von Oranien zu finanzieren, der die Stuarts im Jahr 1688 stürzte und den englischen Thron bestieg.

1694 – Die Bank of England
Ende des 17. Jahrhunderts war England im finanziellen Ruin. 50 Jahre kostspielige Kriege mit Frankreich und Holland hatten es erschöpft. Rasende Regierungsbeamte trafen sich mit den Geldwechslern, um für Kredite zu betteln, die sie brauchten, um ihre politischen Ziele zu verfolgen. Der Preis dafür war eine von der Regierung sanktionierte Bank in Privatbesitz, die Geld ausgeben konnte, das aus dem Nichts geschaffen wurde. Es war die erste Zentralbank der Welt in Privatbesitz. Wie jedes Privatunternehmen verkaufte sie Anteile, um anzufangen. Die Investoren, deren Namen nie verraten wurden, sollten 1,25 Millionen Pfund und Goldmünzen aufbringen, um ihre Anteile an der Bank zu kaufen, doch nur 750.000 Pfund wurden je erhalten. Trotzdem wurde die Bank im Jahr 1694 ordnungsgemäss gegründet und begann damit, das Vielfache des Geldes auszuleihen, das sie angeblich in Rücklagen hatte, alles verzinst. Im Gegenzug verlieh die Bank den britischen Politikern so viel Geld in der neuen Währung, wie sie brauchten, solange sie die Schulden durch direkte Besteuerung des britischen Volkes (damals von der BoE Bürgen genannt, heute einfach Bürger) sicherten. So handelte es sich bei der Legalisierung der Bank of England um nichts weniger, als die legale Fälschung einer nationalen Währung für private Zwecke. Leider hat fast jedes Land der Welt eine Zentralbank nach dem Vorbild der Bank of England. Die Macht der Zentralbanken ist so gross, dass sie bald die totale Kontrolle über die Wirtschaft einer Nation übernehmen, was zu einer Plutokratie führt. (Herrschaft der Reichen)
Mit der Gründung der Bank of England wurde die Nation bald mit Geld überflutet. Die Preise im Land verdoppelten sich und massive Kredite wurden für fast jedes Vorhaben gewährt. Bis 1698 stieg die Verschuldung der Regierung von 1,25 Millionen auf 16 Millionen Pfund. Die Steuern wurden immer weiter erhöht, um für dies alles aufzukommen. Mit der Zentralbank an den Hebeln begann die britische Wirtschaft eine Reihe von Booms und Depressionen, genau die Art von Dingen, von denen eine Zentralbank behauptet, sie würde sie verhindern.

1743 – Die Rothschilds
50 Jahre nachdem die Bank von England ihre Pforten geöffnet hatte, eröffnete Amschel Moses Bauer, ein jüdischer Geldwechsler und Seidenhändler aus dem 18. Jahrhundert aus dem Ghetto (genannt “Judengasse”) in Frankfurt am Main, Deutschland, im Jahr 1743 ein Münzgeschäft. Über dem Eingang platzierte er ein Schild mit der Darstellung eines römischen Adlers auf einem roten Schild. Das Geschäft wurde bekannt als “Roth-Schild”. Als sein Sohn ‘Amschel Mayer Bauer’ das Geschäft erbte, beschloss er, seinen Namen auf ‘Rothschild’ zu ändern. Er lernte schnell, dass das Verleihen von Geld an Regierungen und Könige profitabler war, als das Verleihen an Privatpersonen. Die Darlehen waren nicht nur grösser, sie wurden auch von den Steuern des Volkes gedeckt.
Mayer Rothschild hatte 5 Söhne. Er unterwies sie alle in den Fähigkeiten der Geldschöpfung und schickte sie dann in die wichtigsten Hauptstädte Europas, um dort Geschäftsstellen der Familienbank zu eröffnen.

Sein erster Sohn Amschel Mayer (1773 – 1855) blieb in Frankfurt, um sich um die Bank in der Heimatstadt zu kümmern.
Sein zweiter Sohn Salomon Mayer (1774 – 1855) wurde nach Wien geschickt.
Sein dritter Sohn Nathan (1777 – 1836), der schlauste, wurde nach London geschickt.
Sein vierter Sohn Carl (1788 – 1855) wurde nach Neapel geschickt.
Sein fünfter Sohn Jakob (1792 – 1868) wurde nach Paris geschickt.

Im Jahr 1785 zog Mayer Amschel mit seiner ganzen Familie in ein grösseres Haus, ein fünfstöckiges Wohnhaus, welches er sich mit der Schiff-Familie teilte. Dieses Haus war als das “Grüne Schild” bekannt. Die Rothschilds und die Schiffs würden noch eine zentrale Rolle im Rest der europäischen Geschichte und in derjenigen der Vereinigten Staaten spielen. Die Rothschilds machten bald königliche Geschäfte mit Prinz Friedrich Wilhelm von Hessen-Kassel. Zuerst halfen sie ihm dabei mit wertvollen Münzen zu spekulieren, aber als Napoleon den Prinzen ins Exil jagte, schickte der Prinz 550.000 Pfund (damals eine gigantische Summe) an Nathan Rothschild mit Anweisungen, Staatsanleihen zu kaufen. Doch Rothschild verwendete das Geld für seine eigenen Zwecke. Mit Napoleon auf freiem Fuss waren die Chancen für Kriegsinvestitionen nahezu grenzenlos.

1750er – Die Amerikanischen Kolonien
Bis Mitte des 18. Jahrhunderts, kurz vor dem Machthöhepunkt auf der ganzen Welt, beliefen sich die Schulden der britischen Regierung auf atemberaubende 140 Millionen Pfund. In der Folge begannen die Briten die Steuern auf die amerikanischen Kolonien zu erhöhen, um die Zinsen der Schulden zurückzuzahlen. Zu dieser Zeit gab es einen gravierenden Mangel an Metall-Münzen, sodass die frühen Kolonisten dazu gezwungen waren, mit dem Druck ihres eigenen Papiergeldes zu experimentieren. Das Geld, ‘Colonial Scrip‘ genannt, war sehr erfolgreich und bot ein zuverlässiges Handelsmedium und ein Gefühl der Einheit zwischen den Kolonien. COLONIAL SCRIP war durch nichts gedeckt, wie etwa Gold- oder Silbermünzen, es war eine totale ‘Fiat’-Währung. (‘Fiat’-Geld ist Geld, das seinen Wert aus staatlicher Regulierung oder aus Gesetzen ableitet).

1757 – Colonial Scrip
Benjamin Franklin war ein grosser Befürworter, dass die Kolonien ihr eigenes Papiergeld druckten. Er wurde nach London geschickt und blieb dort die nächsten 18 Jahre, fast bis zum Beginn der amerikanischen Revolution. Eines Tages fragten Beamte der Bank of England Benjamin Franklin, wie er sich den neu gefundenen Wohlstand der Kolonien erklärte. Ohne zu zögern antwortete er…

“Das ist einfach. In den Kolonien geben wir unser eigenes Geld aus. Es nennt sich Colonial Scrip. Wir geben sie im richtigen Verhältnis zu den Anforderungen des Handels und der Industrie aus, damit die Produkte leicht von den Produzenten zu den Verbrauchern kommen. Auf diese Weise, indem wir unser eigenes Papiergeld erschaffen, kontrollieren wir seine Kaufkraft und niemand zahlt an irgendjemanden Zinsen.”

Obwohl dies für Franklin gesunder Menschenverstand war, waren die Auswirkungen davon für die Bank of England verheerend. Amerika lernte das Geheimnis des Geldes und dieser Flaschengeist musste so schnell wie möglich in seine Flasche zurück.

“Die Kolonien hätten gerne die kleinen Steuern für Tee und andere Dinge getragen, wenn England ihnen nicht ihr Geld weggenommen hätte, was Arbeitslosigkeit und Unzufriedenheit erzeugte. Die Unfähigkeit der Kolonisten, die Macht zu erhalten, ihr eigenes Geld ohne König George III. und den internationalen Bankern dauerhaft auszustellen, war der HAUPTGRUND für den Unabhängigkeitskrieg.”
Benjamin Franklins Autobiographie

1775 – Die Amerikanische Revolution
Zu der Zeit, als die ersten Schüsse in Lexington, Massachusetts, am 19. April abgefeuert wurden, waren die Kolonien ihrer Gold- und Silbermünzen wegen der britischen Steuern beraubt. Als Ergebnis hatte der Kontinentalkongress keine andere Wahl, als Geld zu drucken, um den Krieg zu finanzieren. Zu Beginn des Kriegs lag die amerikanische Geldmenge bei 12 Millionen Dollar, am Ende des Kriegs waren es fast 500 Millionen Dollar, was zu einer Hyper-Inflation führte (ein Paar Schuhe kostete 5.000 Dollar). Der Colonial Scrip funktionierte vorher, weil gerade genug herausgegeben wurde, um Handel zu ermöglichen.

1781 – Die Bank of North America (1. Zentralbank)
Robert Morris (Financial Superintendent