ECOPOP JA: 14 gute Gründe!

  1. ECOPOP JA: Immer noch eine Brutto-Zuwanderung von 100'000 Personen möglich!

In der Schweiz hat sich die Bevölkerungszahl mit der Personenfreizügigkeit dramatisch erhöht. Geht das so weiter, werden wir bis 2050 von 8 auf 11 Millionen wachsen, viermal so schnell wie die EU. Die Schweiz wird eine Riesenstadt: Hoch verdichtete Wohngebiete, Staus, überfüllte Züge, steigende Mieten, überlastete Sozialwerke und stagnierende Wirtschaftskraft pro Kopf sind die Folgen.

Da pro Jahr 90'000 Personen auswandern, erlauben 0,2 Prozent Nettozuwanderung immer noch eine Bruttozuwanderung von über 100'000 Personen. Das ist nur ein Drittel weniger als die heutigen 150'000. Das sind immer noch höhere Zuwanderungsraten als in Deutschland, Frankreich oder der EU. Von Abschottung kann also keine Rede sein.

Die Masseneinwanderungsinitiative (MEI) verlangt Kontingente, legt aber keine Schranke fest. Das ist Sache des Bundesrates. Der aber und die Wirtschaft wollen die hohe Zuwanderung. Es ist zu befürchten, dass die MEI nach den Verhandlungen mit der EU bis zur Unkenntlichkeit verwässert umgesetzt wird. Darum muss das Volk eine klare Grenze setzen.

  1. ECOPOP JA: Siedlungsflächen nehmen insbesondere wegen Zuwanderung stark zu!

Jedes Jahr 40'000 neue Wohnungen, 50'000 zusätzliche Autos, 410 Quadratmeter neue Siedlungsfläche für jede zugewanderte Person. Gemäss Arealstatistik des Bundes erfolgt heute rund 80% des Siedlungsflächenwachstums aufgrund des Bevölkerungswachstums. Wollen die Ansässigen das langfristig in Kauf nehmen? Wollen sie eine Stadt vom Genfersee bis zum Bodensee?

  1. ECOPOP JA: Genügend Kontingente für Hochqualifizierte!

100'000 Brutto-Zuwandernde reichen bei weitem für Fachkräfte, Medizin, Familiennachzug, Heiraten, Asyl und Auslandschweizer/innen. Bis 2050 wachsen wir so auf 9 Millionen Menschen, was dem mittleren Szenario des Bundes entspricht.

Für Hochqualifizierte gäbe es also genug Kontingente. Gemäss Bundesamt für Statistik nehmen pro Jahr maximal 20'000 neu Zugewanderte eine hochqualifizierte Stelle inklusive Medizin und Pflege an.

Wenn wir weiterhin die Zuwanderung nur auf die wirtschaftlichen Interessen ausrichten, setzen wir die Lebensqualität in der Schweiz aufs Spiel. Die Wirtschaft ist schon mit ganz anderen, einschneidenden Randbedingungen zurechtgekommen (EURO-Kurs!). Die 0,2% Netto-Zuwanderungsquote im Dreijahresdurchschnitt ist nicht starr, sondern höchst flexibel anwendbar.

  1. ECOPOP JA: Zuwanderung löst uns die AHV-Finanzierung langfristig nicht!

Da ein Zuwanderer im Durchschnitt einen tieferen Lohn hat als ein Ansässiger, wird das AHV-Defizit durch die hohe Nettozuwanderung langfristig noch vergrössert. Wer zahlt die AHV der Zuwanderer? Noch mehr Zuwanderer in der Zukunft!

  1. ECOPOP JA: Jedes Land ist für seine Umweltbilanz selbst verantwortlich (UNO-Umweltpolitik)

Da wir die Einkommenshöhe und damit den Ressourcenverbrauch/Kopf nicht wirksam steuern können, bleibt nur noch die Steuerung der Zuwanderung. Wir wollen nicht andere Menschen aussperren, aber die ökologische Verantwortung für unser Land wahrnehmen. Wir wollen mit dieser Initiative keine fixen Umweltziele erreichen, aber einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung unserer Umweltqualität leisten. Die Zuwanderung spielt – im Gegensatz zu den Aussagen des Bundesrates – bei der Umweltbelastung in der Schweiz eine wichtige Rolle. Die Wachstumsideologie von Bundesrat und Parlament fährt uns ökologisch an die Wand.

Selbstverständlich müssen wir in der Schweiz auch alle nötigen Massnahmen ergreifen, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Dauerhaft sicherstellen können wir diese selbstverständlich mit dieser Initiative allein nicht. Weitere Massnahmen konnten aber nicht auch noch in die Initiative gepackt werden.

  1. ECOPOP JA: Begrenzung der Zuwanderung ist nicht fremdenfeindlich!

Die Begrenzung der Zuwanderung ist ein weltweit angewandtes wirtschaftspolitisches Instrument. Das machen auch grosse Staaten wie USA, Kanada und Australien ohne Fremdenfeindlichkeitsgeschrei. Wie viel mehr ist die kleine Schweiz dem Zuwanderungsdruck ausgesetzt als diese grossflächigen Staaten!

  1. ECOPOP JA: Das revidierte Raumplanungsgesetz stoppt das Baugebietswachstum nicht!

Mit dem revidierten Raumplanungsgesetz kann bei starkem Bevölkerungswachstum weiterhin neues Bauland geschaffen werden, neu mit klaren Vorgaben zum Siedlungsgebiet in den kantonalen Richtplänen. Der Rückzug der Landschaftsinitiative war ein grosser Fehler!

  1. ECOPOP JA: Nicht alle Menschen leben gerne verdichtet!

Es gibt verschieden Gründe für die "Dichtefreundlichkeit" der Städter:

  1. Wohnen in den Städten viele Junge. Denen gefällt es, wenn etwas läuft, nahe ist zum Ausbildungsplatz oder zum Freizeitvergnügen.
  2. Neu Eingebürgerte und eher Arme gibt es viele in den Städten. Auch sie fühlen sich in der Anonymität der Städte wohler.
  3. Viele Leute, die lieber im Grünen wohnen oder die sich keine teure und grosse Stadtwohnung leisten können, sind schon längst aus den Städten ausgezogen.
  4. Neid. Ist doch mir wurst, wenn weitere Gemeinden verstädtern. Die auf dem Land sollen es nicht besser haben als ich.

Mehr Zuwanderer = mehr verdichtetes Wohnen = weniger Chancen für Wohnen im Grünen auf dem Land wegen Kulturlandschutz. Kein Dichtestress? Warum ziehen denn so viele Familien noch so gerne weg aus den Agglomerationskernen ins Grüne, an den Agglomerationsrand?

  1. ECOPOP JA: Verdichtung löst nicht alle Umweltprobleme!

Verdichtung ist gut, um den Kulturlandverbrauch, die Energie- und Pendlerkosten pro Kopf zu senken. Aber alle übrigen Umweltprobleme, welche mit einer hohen Bevölkerungszahl zusammenhängen, lassen sich dadurch nicht vermeiden. Mehr Menschen steigern den Ressourcenverbrauch (Wasser, Energie, Baumaterialien).

  1. ECOPOP JA: Infrastruktur muss überall ausgebaut werden!

Die übermässige Zuwanderung erfordert den gleichzeitigen Ausbau der bereits stark ausgelasteten Verkehrs- und übrigen Infrastrukturanlagen. Damit kommen die öffentlichen Haushalte unter Druck.

  1. ECOPOP JA: Freiwillige Familienplanung ist mehr als nur Kondome verteilen!

Freiwillige Familienplanung muss umfassend in die Gesundheitspolitik für Entwicklungsländer eingebaut werden. Es geht nicht simpel um Kondome verteilen. Jährlich sind 80 Millionen oder 2 von 5 Schwangerschaften in ärmeren Ländern ungewollt. Mit mehr Mitteln für freiwillige Familienplanung kann Frauen zu ihrem existenziellen Recht auf Selbstbestimmung, auf Zugang zu Information und zu allen Methoden der Empfängnisverhütung verholfen werden. Hätten alle Zugang zu Aufklärung und Verhütung könnte das heutige Bevölkerungswachstum von 86 Millionen Menschen mehr auf der Welt um ein Drittel gesenkt und viel Leid vermieden werden.

10% der bestehenden Entwicklungshilfegelder für das UNO-Menschenrecht auf freiwillige Familienplanung ist bescheiden und dringend nötig. Wir wollen den Entwicklungsländern keine Vorschriften machen, nur jene Entwicklungsländer und Familien unterstützen, welche unter der hohen Kinderzahl leiden. Andere geeignete Massnahmen (Armutsbekämpfung, Bildung, Gleichstellung der Frauen) sind selbstverständlich mit den übrigen 90% der Entwicklungshilfegelder immer noch möglich und erwünscht. Sie wirken aber vor allem langfristig. Die heute lebenden Familien haben aber keine Zeit, auf die Wirksamkeit dieser Massnahmen zu warten.

  1. ECOPOP JA: Der Bundesrat hat sich von Experten täuschen lassen!

Der Bundesrat hat sich von seinen Experten täuschen lassen und uns bei der Abstimmung über die Bilateralen ein Märchen erzählt. Statt der versprochenen 8'000 Netto-Zuwanderer pro Jahr kommen heute über zehnmal mehr. Lassen wir uns weder vom Bundesrat noch von der Millionen-Propaganda der Economiesuisse nochmals täuschen. JA zu LEBENSQUALITÄT – JA zu ECOPOP!

  1. ECOPOP JA: Auch wenn die EU nicht begeistert ist!

Der Vertrag zur Personenfreizügigkeit muss wegen der Annahme der MEI sowieso angepasst werden. Nutzen wir die Chance, der EU klarzumachen, dass eine übermässige Zuwanderung für die Lebensqualität in der Schweiz nicht verträglich ist, sie zudem ausgebildete Arbeitskräfte aus den Nachbarländern abzieht. Ähnliche Probleme, aber gesamthaft gesehen in weit geringerem Masse, haben auch andere europäische Staaten.

  1. ECOPOP JA: Wir wollen nicht Zeichen setzen, sondern handeln!

Seit rund 50 Jahren wird eine starke Minderheit des Schweizer Volkes, welche das übermässige Bevölkerungswachstum ablehnt, mit leeren Versprechungen und Vertröstungen hingehalten. Mit der ECOPOP-Initiative wollen wir nicht ein weiteres Zeichen setzen, sondern einen Pflock einschlagen, damit die gewählten PolitikerInnen endlich handeln.

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