Atomindustrie wohin? Die Kosten laufen aus dem Ruder. Die Versorgungssicherheit bröckelt.

Heute morgen (25.11.14) in den Nachrichten: vom französischen Nuklearkonzern Areva werden Gewinneinbrüche gemeldet. Die Aussichten für die nächsten zwei Jahre sind mindestens so düster. Entsprechend wurde der Laden auf Ramschniveau heruntergestuft. Diese Nachrichten gehen uns hier sehr wohl etwas an, da Areva auch Lieferantin für unsere AKW ist. Deren Versorgungssicherheit ist gefährdet, und eine Kostenexplosion ist deswegen auch ohne die dringend notwendigen Sicherheitsausbauten in Sicht.

In diesen Nachrichten wurde auch auch das AKW Flamanville in der Normandie erwähnt, wo die Kosten für den seit 2007 im Bau befindlichen EPR sich gegenüber dem ersten Budget verdreifacht haben. Die ganze Geschichte ist am Entgleisen.

Dass uferlose Kostenüberschreitungen heute der Normalfall sind, lässt sich schon in Olkiluoto und Hinkley Point C erahnen. Die Produktionskosten in der neusten AKW-Generation schiessen durch die Decke und lassen die von Photovoltaik und Windkraftwerken hinter sich (gerechnet ohne Subventionen für beide Technologien, versteht sich). Dabei sind die bei einem GAU zu erwartenden Schäden durch die AKW-Betreiber auch nur zu einem Bruchteil versichert. Wäre die Versicherungsdeckung angemessen, wären die AKW Pleitemaschinen vom Feinsten.

So sind wir eben doch auf dem richtigen Weg mit der Eneregiewende samt KEV.

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