11. ECOPOP JA: Freiwillige Familienplanung ist mehr als nur Kondome verteilen!

Freiwillige Familienplanung muss umfassend in die Gesundheitspolitik für Entwicklungsländer eingebaut werden. Es geht nicht simpel um Kondome verteilen. Jährlich sind 80 Millionen oder 2 von 5 Schwangerschaften in ärmeren Ländern ungewollt. Mit mehr Mitteln für freiwillige Familienplanung kann Frauen zu ihrem existenziellen Recht auf Selbstbestimmung, auf Zugang zu Information und zu allen Methoden der Empfängnisverhütung verholfen werden. Hätten alle Zugang zu Aufklärung und Verhütung könnte das heutige Bevölkerungswachstum von 86 Millionen Menschen mehr auf der Welt um ein Drittel gesenkt und viel Leid vermieden werden.

10% der bestehenden Entwicklungshilfegelder für das UNO-Menschenrecht auf freiwillige Familienplanung ist bescheiden und dringend nötig. Wir wollen den Entwicklungsländern keine Vorschriften machen, nur jene Entwicklungsländer und Familien unterstützen, welche unter der hohen Kinderzahl leiden. Andere geeignete Massnahmen (Armutsbekämpfung, Bildung, Gleichstellung der Frauen) sind selbstverständlich mit den übrigen 90% der Entwicklungshilfegelder immer noch möglich und erwünscht. Sie wirken aber vor allem langfristig. Die heute lebenden Familien haben aber die Zeit, auf die Wirksamkeit dieser Massnahmen zu warten.

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