Motto: Nach mir die Sintflut! Vielen engagieren Befürwortern ist der wirtschaftliche Schaden der Initiative sehr wohl bekannt.

Ecopop meint mit der Abschottung der Schweiz alle Probleme im nationalen Alleingang im Handumdrehen lösen zu können: Stopp der Zuwanderung!
Zu welchem Preis? Der Industrie fehlen schon heute gut ausgebildete Fachkräfte. Zusätzlich werden alleine in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie in den Jahren 2015 bis 2020 jährlich 17'000 Mitarbeiter pensioniert. Wer wird diese ersetzen? Viele Lehrstellen bleiben unbesetzt. Im Bereich der MEM-Industrie schliessen jährlich nur 4'000 bis 5'000 Personen ihre Berufslehre ab. Allein hier fehlen pro Jahr 12'000 Menschen. Wenn sie im Inland nicht genügend fähige Mitarbeiter finden wären viele industrielle Betriebe gezwungen die Produktion ins Ausland zu verlagern. Bei Branchen wie Pharma und Chemie sieht es wohl ähnlich aus. Der Mange an qualifirerten Personalbedarf im Gesundheitswesen ist allgemein bekannt. Viel Vergnügen beim Verteilungskampf! Ob die Roche unter diesen Ansichten nach einer allfälligen Annahme von ECOPOP wirklich an ihrem Investionsvorhaben von 3 Mrd Franken in Basel festhalten wird bezweifle ich.
Vielen engagieren Befürwortern ist der wirtschaftliche Schaden der Initiative sehr wohl bekannt. Unter dem Motto „Nach mir die Sintflut“ nehmen sie diesen bewusst in Kauf.
Die Befürworter können nicht anerkennen, dass wir unseren Wohlstand zu einem grossen Teil der Zuwanderung verdanken. Sie verleugnen, dass die Zuwanderer viele Arbeiten übernehmen für welche sich viele Schweizer zu Schade sind.
Für mich ist Ecopop klar „nationalegoistisch“ Die Intiative will hausgemachte Probleme durch eine konsequenten, schädlichen Zuwanderungsstopp lösen. Das Ansinnen dass die Schweiz in der 3. Welt die Geburtenkontrolle aktiv fördern soll erinnert an vergangene, böse Zeiten. Ich bin froh, dass ich diese nicht erleben musste.
Neben dem Mangel an Fachkräften leidet die Exportindustrie unter dem starken Schweizerfranken. Seit September 2011 verteidigt die Nationalbank die Kurzuntergrenze zum Euro erfolgreich. Das löst das Problem zwar nicht, gibt aber etwas Planungssicherheit. Nach einer Annahme der Gold-Initiative wären solche Aktionen nicht mehr möglich. Für Interventionen zu Gunsten einer starken Schweizer Wirtschaft muss die Nationalbank unabhängig und stark sein.
NEIN zu ECOPOP! NEIN zur Gold-Initiative! Zur Sicherung einer starken Wirtschaft.

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