-Leben oder sterben-

Belgien weitet die aktive Sterbehilfe auf todkranke Kinder und Jugendliche aus. Das Land ist somit das erste überhaupt, das ein entsprechendes Gesetz ohne jegliche Altersgrenze einführt. In der Schweiz ist nur die passive Sterbehilfe erlaubt. Diese kann aber auch bei Kindern angewendet werden.


Die Frage des Alters der Sterbewilligen ist in der Schweiz nicht geregelt. Für Bernhard Sutter, Vize-Präsident der Schweizer Sterbehilfeorganisation Exit, ist die Ausweitung der Sterbehilfe auf Minderjährige in der Schweiz aber kein Thema.

http://www.srf.ch/news/schweiz/sterbehilfe-bei-minderjaehrigen-ein-scheinproblem

In den Niederlanden dürfen Ärzte seit 2002 einem schwerkranken Patienten eine tödliche Injektion verabreichen.
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Da stellt sich auch die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, einem Hirntoten die lebenserhaltenden Maßnahmen so schnell wie möglich einzustellen? Da das Gehirn auf null geschaltet ist, denke ich, dass eine solche Person nur noch dahinvegetiert, ohne je etwas von seiner Umwelt wahrzunehmen.
Die Grenze zwischen Leben und Tod

Mein Bruder wurde vor gut 25 Jahren von einem Lieferwagen auf dem Fussgängerstreifen angefahren und im Spital für Hirntot erklärt. Am Tag darauf beschlossen meine Familie und ich, die "Maschinen" abzuschalten. Im Gegensatz zu Hirntoten funktioniert das Gehirn bei Komapatienten noch, aber auch hier stellt sich die Frage, wie lange soll man einen Komapatienten am Leben erhalten (mit der Hoffnung, dass dieser womöglich nach 10 oder mehr Jahren wieder "aufwacht" - oder auch nie), wenn man das überhaupt als Leben definieren kann.

http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/komaforschung-nachrichten-aus-dem-reich-der-schatten-1711881.html

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