Ein Zeichen setzen?

Egal ob in den Kommentarzeilen der Online-Medien oder auf den Leserbriefseiten der Tageszeitungen – immer wieder stolpert man bei der Diskussion über die kommenden Abstimmung über den Aufruf, man müssen ein Zeichen setzen. Ein Zeichen gegen das ungebremste Wachstum, ein Zeichen gegen die Untätigen in Bern, ein Zeichen gegen die Steuerungerechtigkeit oder ein Zeichen gegen die Geldpolitik der Nationalbank. Man liesst sogar von Aargauer Grossräten, die aus taktischen Überlegungen einer Initiative zustimmen werden.

Ist unser Stimmrecht ein Instrument um Zeichen zu setzen, um taktische Manöver zu fahren? Ganz klar Nein! Mit unserer Stimme verändern wir unsere Verfassung, greifen also in die obersten Stufe des schweizerischen Rechtssystems ein. Dieses weltweit einzigartige Instrument verlangt von uns Stimmbürgern ein gewisses Mass an Besonnenheit und Verantwortung. Der Missbrauch des Wahlzettels als Stimmungsbarometer ist falsch und sehr gefährlich.

Jeder ist frei in seiner Meinung und frei in seinem Votum an der Urne. Sind sie sich aber der Verantwortung bewusst, die Sie damit gegenüber Ihrem Land und Ihren Mitmenschen haben. Bei mindestens zwei der drei Vorlagen der kommenden Abstimmung hat ein leichtfertiger Entscheid zu grosse Auswirkungen auf die Zukunft unseres Landes.

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