Die Ecopop-Initiative ist unmenschlich, gefährlich und dazu diskriminierend. Wollen wir dies wirklich fördern?

Die Annahme der Ecopop-Initiative verspricht keine Verbesserung der Lebensqualität oder eine Lösung für eingetretene, sowie bevorstehende Probleme. Ganz im Gegenteil werden dadurch neue Probleme geschaffen oder Probleme verlagert. Darüberhinaus ist diese Initiative unmenschlich, gefährlich und diskriminierend. Es ist schamlos und dazu frech Migranten als Sündenbock darzustellen, so wie es mit dieser Initiative getan wird.

Den Umweltschutz, zusammenhängend mit den Thematiken der Initiative, als Aushängeschild zu verwenden ist in meinen Augen falsch. Durch die Schmälerung des Bevölkerungswachstums in der Schweiz, ist das "Problem" noch nicht behoben, denn das Klima interessiert es nicht ob ein Bürger in der Schweiz oder in einem anderen Land CO2 ausstösst. So ist es wichtig, bei sich selbst zu sparen. Jeder Bürger hat die Möglichkeit einen praktischen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Dort sollten wir anfangen.

Ausserdem können mit Annahme der Initiative, rechtlich schlechter gestellte Arbeitnehmende, zusätzlich durch skrupellose Arbeitgeber ausgenutzt werden. Dies wäre eine gravierende und ohnehin abscheuliche Entwicklung der Diskriminierung am Arbeitsplatz. Das soll und muss um jeden Preis verhindert werden.

Letzlich bringt die Ecopop-Initiative einen herben Rückschlag in der Entwicklungspolitik mit sich. Denn 10% der Schweizer Entwicklungshilfe soll für die Geburtenkontrolle in armen Ländern verwendet werden. Ein zunächst lobenswerter Ansatz, welchen ich leider widerlegen muss. Sollte es nicht vielmehr im Interesse unserer Bevölkerung sein, dass man vor der eigenen Haustüre anfängt. So ist es sinnvoller diese Investition im Bereich der Aufklärung zu tätigen. Es ist in meinen Augen von grosser Bedeutung, mehr Zeit und Ressourcen in die Gesundheits- und Bildungspolitik zu investieren. Dabei geht es vorallem um die Sensibilisierung unseres Nachwuchses. Präservative und Pillen verteilen ist leicht gemacht, der Gedanke im Kopf eines Jugendlichen/einer Jugendlichen aber immer noch der Gleiche. Das ist der entscheidende Punkt mit dem man beginnen sollte.

Deshalb empfehle ich ein NEIN zur Ecopop-Initiative am 30. November.

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