ECOPOP: Mit Karacho in die EU

Der Schweiz geht es hervorragend. Die Arbeitslosenzahlen sind tief. Die Kriminalität verschwindend gering. Die Einkommen steigen seit Jahren und die Kaufkraft entwickelt sich im Vergleich zu unseren Nachbarländern für die breite Masse erfreulich. Worüber wir uns beklagen, ist Dichtestress und verstopfte Autobahnen. Richtig ist, dass der Dichtestress in den erfolgreichen Zentren wie Zürich und Basel zunahm. In wirtschaftlich weniger attraktiven Regionen wie dem Appenzellerland die Bevölkerung aber seit Jahren stabil bleibt.

Dichtestress ist ein Zeichen von Erfolg

Es scheint, als ob viele Menschen in der Schweiz nur noch die negativen Seiten der aktuellen Entwicklung sehen. Begrenzen müsse man die Einwanderung. Wie sich das auf die hiesige Industrie oder gar auf die Altersentwicklung auswirkt, wird nicht diskutiert. Dass wir immer älter werden und die Bevölkerung damit automatisch zunimmt und immer mehr Junge immer mehr Alte finanzieren müssen, scheint ausgeblendet.

Auch der Bedarf der Industrie wird ignoriert

In den nächsten Jahren gehen 100’000 Menschen in den Ruhestand und Personaler versuchen zum Teil verzweifelt Mitarbeiter zu finden. Was aber nicht da ist, kann man nicht finden. Als Unternehmen müssen Sie dann zwangsläufig entscheiden, bleiben Sie noch in der Schweiz? Investieren Sie noch in hiesige Fabriken, Standorte und Arbeitsplätze oder verlagern Sie nicht gleich ins Ausland.

1993 scheint weit, weit weg zu sein

Es war Anfang der 90er Jahre, als die Schweiz wegen einer Immobilienblase in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet. Die Arbeitslosigkeit schnellte hoch, Lehrstellen waren schwierig zu finden. Es herrschte eine deftige Rezession. Das schlechte wirtschaftliche Umfeld legte den Boden, um zu den Bilateralen ja zu sagen. Die Schweizer und Schweizerinnen wollten raus aus der Rezession. Sie wollten wieder Arbeitsplätze. Sie wollten Handel. Sie wollten Jobs.

Es ist egal, ob die Bilateralen schon tot sind oder nicht. Noch können wir bestimmen, welche Zuwanderung im wirtschaftlichen Interesse der Schweiz möglich ist. Mit ECOPOP gibt es keinen Spielraum mehr. Die Industrie kann rechnen und sie wird rechnen. Ja sie muss sogar rechnen, ob sie in der Schweiz noch genügend Leute findet. Wenn diese Rechnung negativ ausfällt, Standorte geschlossen werden, die Jobs wegfallen und wir wieder in einer starken Rezession landen und die Arbeitslosenzahlen steigen, dann ist der Boden für einen EU-Beitritt vorbereitet.

Ich will nicht in die EU, darum sage ich NEIN zu ECOPOP.

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