ECOPOP: STOPP der Zubetonierung der Schweiz; 100'000 Zuwanderer sind genug!

Mit der ECOPOP-Initiative wäre immer noch eine Brutto-Zuwanderung von ca. 100'000 Personen möglich. Das ist nur ein Drittel weniger als die heutigen 150'000. Auch mit ECOPOP hätte die Schweiz immer noch eine rund vier Mal höhere Bruttozuwanderung als die EU. Von Abschottung kann also keine Rede sein. Wir müssen die Quantität der Zuwanderung festlegen. Die Masseneinwanderungsinitiative (MEI) wird bei der Umsetzung bis zur Unkenntlichkeit verwässert werden.

Jedes Jahr 40'000 neue Wohnungen, 50'000 zusätzliche Autos, 410 Quadratmeter neue Siedlungsfläche für jede zugewanderte Person?

Für Hochqualifizierte gäbe es genug Kontingente. Gemäss Bundesamt für Statistik nehmen pro Jahr maximal 20'000 neu Zugewanderte eine hochqualifizierte Stelle inklusive Medizin und Pflege an.

Da ein Zuwanderer im Durchschnitt einen tieferen Lohn hat als ein Ansässiger, wird das AHV-Defizit durch die hohe Nettozuwanderung langfristig noch vergrössert.

Jedes Land ist für seine Umweltbilanz selbst verantwortlich (UNO-Umweltpolitik). Da wir die Einkommenshöhe und damit den Ressourcenverbrauch/Kopf nicht steuern können, bleibt nur noch die Steuerung der Zuwanderung. Die Wachstumsideologie von Bundesrat und Parlament fährt uns an die Wand.

Begrenzung der Zuwanderung ist nicht fremdenfeindlich. Das machen auch grosse Staaten wie USA, Kanada und Australien ohne Fremdenfeindlichkeitsgeschrei. Klar ist aber auch, dass sich die Befindlichkeit der Bevölkerung nicht verleugnen lässt: Mit mehr Fremden im Land geht ein Stück Schweizer Identität und Heimatgefühl verloren.

Gemäss Arealstatistik des Bundes erfolgt heute rund 80% des Siedlungsflächenwachstums aufgrund des Bevölkerungswachstums. Mit dem neuen Raumplanungsgesetz kann bei starkem Bevölkerungswachstum weiterhin neues Bauland geschaffen werden, neu mit klaren Vorgaben in den kantonalen Richtplänen. Der Rückzug der Landschaftsinitiative war ein grosser Fehler!

Verdichtung ist gut, um den Kulturlandverbrauch, die Energie- und Pendlerkosten pro Kopf zu senken. Aber alle übrigen Umweltprobleme, welche mit einer hohen Bevölkerungszahl zusammenhängen, lassen sich dadurch nicht vermeiden. Mehr Menschen steigern den Ressourcenverbrauch (Wasser, Energie, Baumaterialien) und erfordern den gleichzeitigen Ausbau von bereits stark ausgelasteten Verkehrs- und übrigen Infrastrukturanlagen. Damit kommen die öffentlichen Haushalte unter Druck.

Kein Dichtestress? Warum ziehen denn so viele Zürcher jährlich in die ländlichen Regionen des Kantons Aargau?

Freiwillige Familienplanung muss umfassend in die Gesundheitspolitik für Entwicklungsländer eingebaut werden. Es geht nicht primär um Kondome.

Jährlich sind 80 Millionen oder ein Drittel aller Schwangerschaften ungewollt. Mit mehr Mitteln für freiwillige Familienplanung kann Frauen zu ihrem existenziellen Recht auf Selbstbestimmung, auf Zugang zu Information und zu allen Methoden der Empfängnisverhütung verholfen werden.

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