Pauschalbesteuerungsinitiative – das Nein-Komitee verbreitet Falschinformationen.

In seinem letzte Woche versendeten Flugblatt nimmt es das Nein-Komitee mit der Wahrheit nicht so genau.

Das Nein-Komitee behauptet:

Der Kanton Zürich hat mehrere Millionen Franken Steuereinnahmen verloren, nachdem 2009 die Pauschalbesteuerung abgeschafft worden ist. Ungefähr 50 Prozent der betroffenen Steuerpflichtigen haben den Kanton innerhalb eines Jahres nach der Abschaffung verlassen. Von den verbliebenen 50 Prozent bezahlt die Hälfte gar weniger Steuern als vorher!

In Wahrheit hat der Kanton Zürich nach der Abschaffung der Pauschalbesteuerung seine Steuereinnahmen gesteigert. Das Beispiel der Gemeinde Küsnacht zeigt exemplarisch, was nach der Abschaffung der Pauschalbesteuerung passiert ist: Von den 19 Pauschalbesteuerten, die 2009 in dieser Gemeinden lebten, zogen zwar 13 weg. Die 6 verbliebenen zahlen heute jedoch 20% mehr Steuern als zuvor alle 19 zusammen.

Es ist zwar richtig, dass 47% der verbliebenen Pauschalbesteuerten heute weniger Steuern zahlen als zuvor. Betrachtet man aber die Tatsache, dass die 102 noch heute im Kanton Zürich wohnhaften vormals Pauschalbesteuerten heute mit 30 Millionen Franken fast gleich viel Steuern zahlen wie zuvor 201 Pauschalbeteuerte zusammen (32 Millionen Franken), so zeigt sich, dass die restlichen 53% zum Teil massiv zu wenig Steuern bezahlt haben. Bedenkt man zudem, dass die heutigen Bewohner der durch den Wegzug der vormals Pauschalbesteuerten frei gewordenen Immobilien ebenfalls nicht wenig Steuern bezahlen, so wird offenbar, dass die Abschaffung der Pauschalbesteuerung im Kanton Zürich, entgegen der Behauptung des Nein-Komitees, zu höheren Steuereinnahmen geführt hat.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Keine-Traene-fuer-Steuerfluechtlinge/story/25879760

In seinen weiteren Argumenten mahlt das Nein-Komitee ein Horrorszenario an die Wand, dass nach der Erfahrung der Kantone, die die Pauschalbesteuerung bereits abgeschafft haben, so nicht eintreffen wird. Es hat sich gezeigt, dass durch die Abschaffung der Pauschalbesteuerung zwar einige Personen wegziehen werden. Die dann leerstehenden Immobilien werden aber auch wieder neue Steuerzahler anziehen, was, da die dann ordentlich besteuert werden, zu mehr Steuereinnahmen führt.

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