Sexualunterricht im Kindergarten ist nicht notwendig

Wieder einmal setzen wir uns mit einem Thema auseinander, das für viele Emotionen sorgt. Zum einen sind die Gegner in der Hauptbegründung zu finden, dass dies Sache der Eltern ist. Die Befürworter begründen dies mit hochkomplexen Sexualforschungstheorien, das die Kinder in Sachen Selbstbestimmung im Sexualbereich besser orientiert sein sollen. Ich behaupte mal, weder noch ist richtig. Die Sex-Boxen würde ich einmal in den Raum setzen, überfordern die Kinder in diesem Alter. Die Spielzeugpenisse und -vaginas, die Büchlein und weitere Materialien sind meiner Meinung nach sogar in strafrechtlicher Hinsicht relevant. Dies bestätigt auch Strafrechtsprofessor Martin Killias von der Universität St. Gallen, wie ich erst kürzlich gelesen habe. Den Sexualunterricht kann man ruhig in die 3. Klasse der Primarschule verschieben. Also bei neun oder zehnjährigen Kindern. Die Sensibilität im Umgang mit den Geschlechtern ist in diesem Alter wesentlich grösser und diese Schülerinnen und Schüler können dies im Zusammenhang mit einem biologischen oder naturkundeähnlichen Fach wesentlich im ernsteren Sinne erlernen. Sexualität ist für die Mehrheit eine ernste Sache. Mit spielerischen Mitteln im Kindergarten wird nur das Gegenteil erreicht. Ausserdem wollen diese Kinder in erster Linie spielen und nicht über Sex mit Erwachsenen sprechen. Das liegt in der Natur. Wir müssen auch die Sexualität in einem gewissen Schicksalskategorie führen im Umgang zueinander. Die Kinder entdecken ihre Sexualität selber und entwickeln sich auch ohne diesen Unterricht. Es geht auch nicht um Moral oder Perversion, sondern es geht um den richtigen Umgang mit seiner eigenen Sexualität. Merken, wann beginnt der Unterschied zwischen Intimsphäre und öffentlicher Erscheinung, wann beginnt das sexuelle Interesse zueinander, wann jemand ein Stadthaus erregend findet. Letzteres ist nicht ernst gemeint. Wichtig ist bei den Kindern einfach, dass sie sich so gut es geht vor Gewaltanwendungen schützen können, dass sie sich nicht eingreifen lassen und für dies braucht es keine Sex-Boxen, sondern nur die Sensibilisierung zum Schutz vor Missbräuchen, auch in der Familie.

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