Einheitskrankenkasse - den Weg der Vernunft gehen! Ideen und Argumente auch aus dem bürgerlichen Lager

Gemeinsam mit Walter Troxler habe ich zu diesem Thema den folgenden Leserbrief verfasst und der jetzt auch in Politnetz erscheinen soll:

Wir alle sind nicht zwingend auf möglichst viele Krankenkassenberater angewiesen, vielmehr brauchen wir gute Ärzte, die uns möglichst schnell wieder gesund machen. In der öffentlichen Krankenkasse ist die freie Arztwahl gewährleistet. Also sind wir nicht auf einen teuren Wettbewerb angewiesen, der uns eine Pseudo-Wahlfreiheit vorgaukelt.
Vielmehr soll die Jagd der Kassen auf Kunden mit guten Risiken aufhören. Somit haben wir vielmehr Gewähr, die Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen und können unnötigen Aufwand sparen. Nachdem sich das Obligatorium der Grundversicherung bestens bewährt hat und in der ganzen Schweiz ein einheitliches Tarifsystem eingerichtet ist, braucht es nicht über sechzig verschiedene Kassen mit aufgeblähter Bürokratie und aufdringlicher Werbung.
Zudem spielt eine dringliche Anfrage von Kantonsrat André Aregger (CVP) uns Befürwortern der Initiative in die Hände, welche der Regierungsrat an der letzten Session beantwortete. André Aregger wollte wissen, welche finanziellen Auswirkungen, eine Annahme der Initiative für die Bürgerinnen und Bürger des Kantons Luzern hätte. In der Antwort musste der Regierungsrat zugeben, dass dies kaum Auswirkungen hätte. Die Aufhebung der drei Prämienregionen in unserem Kanton würde bewirken, dass Leute in der billigsten Region ein klein wenig mehr- und jene in der teuersten Region etwas weniger bezahlen müssten. Schlussendlich würden alle etwa so viel bezahlen, wie jene Personen, die heute in der mittleren Prämienregion leben. Aber – und das ist der springende Punkt - die Kosten würden nicht mehr im gleichen Ausmass ansteigen, wie dies beim heutigen System der Fall ist. Interessant ist weiter, dass Kantonsrat Erwin Arnold (ebenfalls CVP) im Jahr 2010 mit einem Vorstoss die Regierung aufgefordert hatte, die Idee einer kantonalen Einheitskasse zu prüfen. Erwin Arnold: „Da müssen wir uns schon fragen, wie lange sich Volk und Politik Jahr für Jahr bei den Prämienerhöhungen von den Krankenversicherern vorführen lassen wollen.“ Wie damit sichtbar wird, ist die Idee der Einheitskasse nichts Neues und auch bürgerliche Politiker tragen sie mit sich herum. Eine öffentliche Krankenkasse ist schlicht und einfach vernünftig, weil sie die Kostenexplosion im Gesundheitswesen eindämmt.

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